Geschichte der Klinik

 

Die Medizinische Fakultät an der RWTH Aachen wurde am 18. Juni 1966 gegründet. Zwei Jahre später, im Mai 1968, wurde der Lehrstuhl für Psychiatrie eingerichtet und durch Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Wolfgang Klages besetzt. Forschungsschwerpunkte unter Herrn Professor Klages waren die Psychologie und Psychopathologie des Antriebs, hirnorganische Grundlagen der Depression sowie die Psychopathologie und Hirnlokalisationslehre.

Bundesweiter Vorreiter: Aachener Klinik für Psychiatrie wurde 1984 gemeinsam mit anderen medizinischen Disziplinen unter einem Dach untergebracht

Im November 1984 erfolgte der Umzug des Aachener Klinikums in das moderne Großklinikumsgebäude. Hier zählte die Klinik für Psychiatrie mit fünf Stationen und 94 Betten von Anfang an zu den bettenmäßig größten Kliniken. Neu hinzu kamen 20 tagesklinische Plätze und eine Übungswohnung für zu rehabilitierende chronisch psychisch Kranke. Als erste universitäre Einrichtung in Deutschland wurde die Aachener Psychiatrieklinik zudem mit allen anderen medizinischen Disziplinen unter einem Dach untergebracht.

Am 1. Juli 1990 übernahm Herr Univ.-Prof. Dr. med. Henning Saß den Lehrstuhl der Psychiatrischen Klinik. Unter seiner Leitung wurde die Klinik auf sieben Stationen erweitert. Nachdem im März 1995 eine Station für Frührehabilitation schizophrener Patienten eingerichtet worden war, wuchs die Klinik auf insgesamt 136 Behandlungsplätze (113 stationär, 23 tagesklinisch). Durch den Aufbau einer Institutsambulanz konnte die ambulante Versorgung im Raum Aachen zudem deutlich verbessert werden. Die wachsenden klinischen Anforderungen und die erhöhte Bettenzahl machten räumliche Umstrukturierungen notwendig. Daher zog die Tagesklinik aus dem Großklinikum in ein gegenüberliegendes Wohnhaus um. Dort wurde auch eine zweite Übungswohnung und im Januar 1997 die Institutsambulanz errichtet.

Forschungsschwerpunkte unter der Klinikleitung von Herrn Prof. Dr. Henning Saß (1990 bis 2001): Persönlichkeitsstörungen und Forensische Psychiatrie

Wissenschaftlich erhielt die Klinik mit der Übernahme durch Herrn Prof. Henning Saß eine Ausrichtung auf Diagnostikforschung, Klassifikation, Ätiopathogenese und Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen sowie Forensische Psychiatrie. Ausdruck der erfolgreichen Forschungs- und Lehrtätigkeit der Klinik waren mehrere auswärtige Rufe. Prof. Saß wechselte am ersten Januar 2001 als Ärztlicher Direktor in den Vorstand des Universitätsklinikums Aachen.

Externe Ruferteilungen und Chefarztpositionen aus der Klinik für Psychiatrie und Psychiatrie, Direktionszeit Prof. Dr. Henning Saß (Juli 1990 bis Januar 2001)

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Vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Mai 2003 amtierte Herr Univ.-Prof. Dr. Dr. Paul Hoff als kommissarischer Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, der dann als Chefarzt und stellvertretender Klinischer Direktor an die Klinik für Soziale Psychiatrie und Allgemeinpsychiatrie der Universität Zürich wechselte. Vom 1. Juni 2003 bis zum 30. November 2003 übernahm Herr Prof. Henning Saß die kommissarische Direktion.

Seit Ende 2003 leitet Prof. Dr. Dr. Frank Schneider die Klinik. Seine Forschungsschwerpunkte: Schizophrenie, Emotionen und bildgebende Verfahren

Seit dem 1. Dezember 2003 amtiert Prof. Dr. Dr. Frank Schneider als Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Er wurde 2004 zusätzlich zum Adjunct Professor of Psychiatry an der University of Pennsylvania in Philadelphia berufen. Forschungsschwerpunkte sind Schizophrenie, Emotionen und bildgebende Verfahren sowie die forensische Psychiatrie. In seiner Direktionszeit erhielten diverse leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interne und externe Rufe.

Externe Rufe während der laufenden Direktionszeit Prof. Dr. Dr. Frank Schneider (seit Dezember 2003)

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Ruferteilungen an die Klinik während der laufenden Direktionszeit von Prof. Dr. Dr. Frank Schneider (seit Dezember 2003)  

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2008 wurde die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde als Einrichtung zur fachärztlichen Weiterbildung nach den Richtlinien der Europäischen Vereinigung der Fachärzte (UEMS) zertifiziert. 2009 übernahm Herr Prof. Schneider die zweijährige Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN*). 2010 wurde die Klinik für Psychosomatik in die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie integriert. Seitdem trägt die Klinik den Namen "Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik".

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Seit einigen Jahren werden im Universitätsklinikum Aachen umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Um die Pflegeetagen zu modernisieren, mussten Teilbereiche einzelner Kliniken und die Verwaltung ausgelagert werden. Im November 2007 erfolgte daher der Umzug von drei der sieben Stationen in einen eigenständigen Neubau. 2011 wurde die Klinik nochmals von 136 auf 144 Behandlungsplätze erweitert.

Die Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich wird im Rahmen des Zukunftskonzepts der RWTH Aachen in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ausgebaut. Mit JARA-BRAIN existiert eine hochkarätige Forschungsallianz im Bereich der Hirnforschung

Im Rahmen der dritten Linie der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder wurde die RWTH Aachen 2007 eine von insgesamt neun bundesdeutschen Exzellenz-Universitäten. Eine der vier zentralen Säulen des Maßnahmenkatalogs der Technischen Hochschule ist die Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich. Prof. Frank Schneider war Gründungsdirektor der Jülich Aachen Research Alliance (JARA) und von JARA-BRAIN, einem von vier JARA Forschungsbereichen. JARA-BRAIN ist der bundesweit einzige Hirnforschungsverbund zwischen einer Universität und einer außeruniversitären Großforschungseinrichtung.

 

 

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