Pharmacogenomics - AG Molekulare Onkologie

Pharmakogenomics bezeichnet die Wissenschaft, die sich mit dem Zusammenspiel von Gen-Varianten und unterschiedlichen Medikamenten-Wirkungen und -Nebenwirkungen beschäftigt.

Ihre Anwendung in der Medizin soll eine Verbesserung der Patiententherapie in der Weise ermöglichen, dass aufbauend auf einer individuellen Genanalyse Patienten eine optimale Medikamententherapie in der optimalen Dosis angeboten werden kann. Dadurch soll ein Maximum an Medikamentenwirkung bei einem Minimum an Toxizität erzielt werden.

Im Rahmen von Pharmakogenomics spielen auch gesundheitsökonomische Fragen eine Rolle, wie die nach einer deutlichen Reduzierung der enormen gesellschaftlichen und monetären Kosten, die mit toxischen Medikamenten-Nebenwirkungen (Adverse Drug Reactions; ADE) verbunden sind.

Bei den Pharmakogenomics-Technologien stehen wir in den nächsten Jahren vor zahlreichen viel versprechenden Applikationen, da zunehmend die Zusammenhänge von bestimmten DNA-Variationen im humanen Genom (den sog. Single Nucleotide Polymorphisms oder SNPs) zur veränderten Verstoffwechselung von Medikamenten verstanden werden.

Eine Vielzahl von interessanten Anwendungen der Pharmakogenomics bietet sich auch im Bereich der Brustkrebsbehandlung. Hier kommt es
insbesondere darauf an, ein Medikament auszuwählen, das die Entstehung von Rezidivtumoren am wirksamsten unterdrücken kann.

 

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