Wir über uns - Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin

Geschichte des Instituts

Die Anfänge der wissenschaftlichen Medizingeschichte in Aachen fallen in die Planungsphase der Aachener Medizinischen Fakultät: Als 1966 das hiesige Universitätsklinikum vom Land Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen worden war, konnte zugleich der Grundstein für eine institutionalisierte Medizingeschichte gelegt werden. Schon im Wintersemester 1966/67 stand das geisteswissenschaftlich ausgerichtete medizinische Fach, wie es die damalige gültige Bestallungsordnung für Ärzte in der Bundesrepublik Deutschland vorschrieb, als eine zweistündige Lehrveranstaltung im Studienplan für angehende Mediziner und Medizinerinnen. Die junge Fakultät schickte sich damit an, den Vorstellungen des Deutschen Wissenschaftsrates zu folgen, der 1960 die mittelfristige Einrichtung von Lehrstühlen für Geschichte der Medizin an jeder medizinischen Fakultät in Deutschland empfohlen hatte.
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Institutsteam_2010


FOTO rechts © UKA:

obere Reihe (v.l.n.r.):
T. Grützmann, D. Schmitz, G. Schäfer, C. Oxfart, S. Kaiser, M. Thal, I. Breuer, A. Tappe, C. Kayser, A. Pavonet, A. Kopytto, R. Kühl, K. Laryionava

mittlere Reihe (v.l.n.r.):
C. Schweikardt, T. Ohnhäuser, J. Lohmeier, J. Schreiber, D. Groß, J. Dolfen, S. Wullen, S. Westermann

untere Reihe (v.l.n.r.):
A. Tüngler; M. Kehl; M. Rosentreter

Aufgaben und Schwerpunkte des Instituts

Seit der Berufung von Dominik Groß im Sommer 2005 erstreckt sich der Aufgabenbereich unseres Instituts auf die drei Teilgebiete Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (vormals: Institut für Geschichte der Medizin und des Krankenhauswesens). Diese deutliche Erweiterung der Lehr- und Forschungsaufgaben korrespondiert u.a. mit dem Umstand, dass mit der aktuellen Ärztlichen Approbationsordnung (ÄAppO) ein Querschnittsbereich "Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin" eingeführt wurde. Die zentrale Bedeutung dieses neuen Querschnittsbereichs zeigt sich besonders deutlich in der Tatsache, dass die Vermittlung der "geistigen, historischen und ethischen Grundlagen ärztlichen Verhaltens" nunmehr gemäß § 1 der neuen ÄAppO ein erklärtes Ausbildungsziel des Medizinstudiums darstellt.
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Unser Konzept

In Aachen wird das Querschnittsfach Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE) -anders als an manchen medizinischen Fakultäten, an denen zwei Professuren mit unterschiedlicher fachlicher Ausrichtung zur Verfügung stehen - durch einen Lehrstuhl vertreten. Dieser Umstand hat unsere konzeptionellen Überlegungen in den vergangenen Jahren wesentlich beeinflusst. Wir bemühen uns als Team, an unserem Institut alle drei Teildisziplinen in der Lehre und - soweit realisierbar - auch in der Forschung abzubilden. Angesichts der thematischen und methodischen Vielfalt des Querschnittsfachs GTE ist es einem einzelnen Wissenschaftler nicht möglich, in allen drei Teildisziplinen gleichermaßen aktiv zu sein. Dementsprechend vertreten wir als Einzelpersonen zum Teil sehr verschiedene Forschungsschwerpunkte, die einander jedoch ergänzen und Synergien ermöglichen. Im Dezember 2009 gehörten unserem Team 19 Wissenschaftler an, so dass es möglich ist, eine wachsende Zahl von Themen zu beforschen und ein breites Spektrum von Dienstleistungen zu erbringen - angefangen von der redaktionellen Betreuung historischer Festschriften über öffentliche Informationsveranstaltungen zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Akzeptanz von Medizintechnik oder Patientenverfügungen bis hin zu Fallbesprechungen im Rahmen der Klinischen Ethikberatung am Krankenbett bzw. auf Station.
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