Seelische Betreuung von Unfallopfern in der Akutsituation
 
Klinikseelsorge

 

 

Die Welt erscheint für jemanden, der am Boden liegt, unüblich verzerrt. Aus dieser Perspektive wirken auch die Proportionen anderer Menschen verschoben. Zudem hat der Verletzte keine Übersicht über das, was passiert ist und über das, was geschieht.

Stellen Sie sich ihm vor, damit er weiß, mit wem er es zu tun hat. Fragen Sie nach seinem Namen.

Halten Sie Blickkontakt.

Um dem Unfallverletzten in dieser Situation einen Überblick zu verschaffen, teilen Sie ihm in beruhigenden Worten mit, was zur Zeit geschieht. Dieses können Sie während der Erstversorgung einstreuen. Damit helfen Sie ihm, sich ein Bild der Lage machen zu können.

Wenn Sie den Rettungswagen alarmiert haben, teilen Sie dieses dem Verletzten mit. So bekommt er das Gefühl, dass alles zu seiner Rettung getan wird.

Sagen Sie auch mit aller gebotenen Vorsicht etwas zur Art seiner Verletzung, soweit Sie diese erkennen und es verantworten können.

Beruhigen Sie ihn durch leichten Körperkontakt an Arm und/ oder Schulter und teilenSie ihm mit, dass Sie bei ihm bleiben und sich um ihn kümmern werden.

Sollte es Ihnen nicht möglich sein zu bleiben, bitten Sie jemanden anderes, diese Aufgabe für Sie zu übernehmen. So können Sie der Angst des Verletzten vor dem Verlassenwerden entgegenwirken.

Fragen Sie ihn, ob er möchte, dass Verwandte informiert werden sollen und leiten Sie dies im Bejahungsfall ein. 

Halten Sie Kontakt zum Unfallverletzten, indem sie immer wieder zu dem, was Sie tun, Bemerkungen machen und ihn - wenn möglich- an einfachen Entscheidungen beteiligen.

Bewerten Sie nicht das, was er sagt und auch nicht das, was geschehen ist.

Wenn er über das Geschehene reden möchte, so lassen Sie ihn dies tun. Versuchen Sie, das Gesagte aus seiner Perspektive zu verstehen.

 

Wenn Sie mit jemandem darüber reden möchten, steht Ihnen Pfr. Maas dafür zur Verfügung.