Medizinethische Fallbesprechungen in Kleingruppen mit den didaktischen Tools Rollenspiel und Podiumsdiskussion
 
 

2007 - 2008

Dr. phil. Dipl.-Phys. Sabine Müller, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Dr. phil. Arnd T. May, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin

Inhalt des bewilligten, mit Studiengeldern finanzierten Lehrprojekts:

Im Rahmen eines Pilotprojekts über zwei Semester wurden in Kleingruppenseminaren reale klinische Fälle, die ethische Dilemmata zeigen, diskutiert. Kliniker des UKA stellten die Kasuistiken bereit. Anschließend vermittelte ein Medizinethiker den Studierenden die aktuelle Rechtslage zu dem behandelten Fall und informierte über mögliche juristische Fallstricke. Die Studierenden diskutierten sodann die medizinethischen Probleme des Falls unter Moderation des Medizinethikers. Im nächsten Schritt sollten die Studierenden die verschiedenen Perspektiven und Positionen der im Fall beteiligten Personen erfahren, indem sie deren Rolle einnahmen. Dazu wurden - je nach Problemstellung - Rollenspiele bzw. Podiumsdiskussionen durchgeführt. (In Rollenspielen kann beispielsweise der Konflikt um die Freigabe der Organe eines hirntoten Patienten zur Transplantation zwischen verschiedenen Angehörigen und Ärzten dargestellt werden. Podiumsdiskussionen bieten demgegenüber die Möglichkeit, grundsätzliche Pro- und Contra-Argumente in ethischen Dilemma-Situationen auszutauschen.)

Ziel des Projektes war es, medizinethische Probleme praxisnah und lebendig zu vermitteln, um Studierende besser auf berufliche Problemsituationen vorzubereiten und ihnen die Möglichkeit zur Reflexion und zum Austausch zu geben.

Aufgabenbereich der Hilfskraft

  • Literaturrecherche

  • Leitung von Rollenspielen und Podiumsdiskussionen

  • Hilfe beim Erstellen von Präsentationen

  • Statistische Auswertung der Befragung von Studierenden zu deren normativen Einstellungen

  • Das Lehrprojekt wurde durchgeführt von Sabine Müller und Arnd T. May mit Unterstützung von Stefan Gingele (Hilfskraft).