| Geschichte des Forums | ||||
Das bereits 1989 gegründete Forum Medizin & Ethik ist als studentische Initiative in der deutschen Medizinlandschaft nahezu einzigartig. Auf Initiative des Forums wurde schon im Gründungsjahr die "Ringvorlesung Medizin & Ethik" am Universitätsklinikum Aachen eingerichtet, weil Studierende ihr Bedürfnis nach Austausch über ethische Fragestellungen im Rahmen des Medizinstudiums nicht hinreichend erfüllt sahen. Das Defizit einer mangelnden ethischen Reflexion in der ärztlichen Ausbildung war auch von kirchlichen Organisationen klar erkannt und bemängelt worden, so dass letztere ihre finanzielle Unterstützung anboten. In den 20 Jahren ihres Bestehens ergänzt die Ringvorlesung "Medizin & Ethik" in einzigartiger Weise das Lehrangebot der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen. Bis heute hat diese studentische Veranstaltungsreihe Bestand. Angesichts einer zunehmenden Zahl medizinethischer Problemfelder (z.B. Stammzellforschung, Klonen, IVF/Mehrlingsschwangerschaft, Spätabtreibung, Verteilungsgerechtigkeit im Gesundheitswesen, Organtransplantation und Organhandel, "Überalterung", Sterbehilfe/Euthanasie, Umgang mit dem Leichnam, Obduktion, Plastination etc.) scheint eine derartige gemein studentische Initiative besonders förderungswürdig. Die Ringvorlesung wurde deshalb im Jahr 2007 vom Aachener Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin als scheinfähige Lehrveranstaltung im Fach Medizinethik anerkannt. Sie zählt oft mehr als 100 Besucher, die sich aus externen Höhrern, Mitarbeitern des Klinikums und Studierenden zusammensetzen. Sie wird ergänzt durch eine zweite Lehrveranstaltung, das so genannte "vertiefende Begleitseminar", auf dessen Inhalte die Studierenden des Forums ebenfalls entscheidenden Einfluss nehmen. Traditionsgemäß gehört der Koordinierungsgruppe des Forums ein Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik an. Derzeit hat Dr. phil. des Stefanie Westermann diese Funktion inne.
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