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Sektion: Neuropsychologie

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Verarbeitung von Emotionen und den Mechanismen der sozialen Kognition bei Gesunden und Patienten mit psychischen Störungen. Ziel ist es, emotionale und kognitive Prozesse, vornehmlich mit Hilfe der funktionellen Kernspintomografie (fMRT), aber auch unter Einsatz kombinierter fMRT-EEG Messungen, genauer zu charakterisieren und multimodal zu erfassen. Hierfür kommen visuelle, olfaktorische, nozizeptive und akustische Stimuli zum Einsatz. Inhaltliche und methodische Einflussfaktoren (u. a. Alter, genetische Disposition, Hormon- bzw.  Kultureinflüsse, Qualitätssicherung) werden berücksichtigt. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der funktionell bildgebenden Evaluation therapeutischer Interventionen. 

Darüber hinaus liegt ein wissenschaftlicher Fokus der Arbeitsgruppe auf dem Erforschen von Geschlechtsunterschieden und ihren neuronalen Korrelaten bei Gesunden und bei Patientinnen und Patienten mit psychischen Störungen, insbesondere bei Schizophrenie, Depression, Angst und Autismus. Die Erkrankungen werden geschlechtsspezifisch auf ihre zerebralen Dysfunktionen und Therapiemöglichkeiten im Rahmen psychotherapeutischer (Biofeedback) und somatischer Interventionen (Psychopharmaka, Tiefe Hirnstimulation) analysiert. Mit Hilfe von funktionellen und strukturellen Bildgebungsverfahren, psychophysiologischen Messungen und neuropsychologischen Testverfahren werden die neuropsychobiologischen Korrelate von Emotionen und Kognitionen unter Berücksichtigung der hormonellen Einflussfaktoren analysiert.

Prof. Ute Habel ist unter anderem Leiterin des Forschungsprojekts Gender Gewaltkonzept - "Genderspezifische Erfassung und Versorgung von Patientinnen und Patienten nach Gewalterfahrung" an der Uniklinik RWTH Aachen, das als Modellvorhaben von der Europäischen Union und dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

Die Arbeitsgruppe kooperiert im Rahmen von JARA-BRAIN mit dem Forschungszentrum Jülich. Außerdem arbeitet sie mit dem IZKF im Rahmen des Human Technology Center (HUMTEC) mit den Fakultäten für Informatik, Philosophie sowie Sprach- und Kommunikationswissenschaften der RWTH Aachen zusammen. Internationale Kooperationen bestehen durch das Internationale Graduiertenkolleg "Schizophrenia and Autism" (IRTG 1328) mit der University of Pennsylvania sowie mit der Universität Wien.

Kooperationspartner:

Veröffentlichungen Univ.-Prof. Dr. rer. soc. Ute Habel