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TemRas - Telemedizinisches Rettungsassistenzsystem

Der Rettungsdienst steht vor der Herausforderung stetig wachsender Einsatzzahlen. Auch ist die Qualität der Patientenversorgung immer wieder ein gern aufgegriffenes Thema. Gleichzeitig ist bekannt, dass die durchschnittliche Eintreffzeit eines Notarztes vor Ort zunehmend länger wird und die notärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten schwierig ist. Um die Latenz bis zur notärztlichen Versorgung zu minimieren, als auch um die Patientensicherheit zu erhöhen gewinnt die Anwendung von Telemedizin unter anderem auch in der Notfallmedizin dabei zunehmend an Bedeutung.

Die Entwicklung eines telemedizinischen Rettungsassistenzsystems für den Rettungsdienst kann helfen, diese Herausforderungen zu meistern. Mit Hilfe der sicheren und zuverlässigen Übertragung sämtlicher Vitalparameter, inklusive der begleitenden Sprach- und Bildkommunikation, von einer Einsatzstelle bzw. aus dem Rettungswagen in Echtzeit an den so genannten Telenotarzt kann dieser das Rettungsdienstteam vor Ort direkt unterstützen. Über Mobilfunk hilft der Telenotarzt bei Diagnose und Therapieentscheidungen, holt zusätzliche Informationen ein und übernimmt die Vorabinformation der Zielklinik. Rettungsassistenten wird somit notärztliche Kompetenz zur Seite gestellt, auch wenn noch kein Notarzt an der Einsatzstelle verfügbar ist.

Während im Vorgängerprojekt Med-on-@ix (2007-2010) die Machbarkeit eines telemedizinischen Rettungsassistenzsystems unter Beweis gestellt wurde, wird TemRas (2010- 2013) das Konsultationssystem im Hinblick auf einen breitenwirksamen Einsatz weiterentwickeln. Im August 2012 wird das System in fünf Rettungsdienstbereichen (Aachen, Köln, Euskirchen, Heinsberg, Düren) in NRW für ein Jahr "online" gehen.

Das Forschungsprojekt "TemRas -- Telemedizinisches Rettungsassistenzsystem" wird für eine Projektlaufzeit von drei Jahren (2010-2013) vom Innovationsministerium NRW gefördert. Unter der Koordination des Lehrstuhls für Informationsmanagement im Maschinenbau (IMA) der RWTH Aachen University beteiligen sich die Klinik für Anästhesiologie des Uniklinikums Aachen, P3 communications sowie Philips Healthcare und 3M Medica an der Etablierung von Telemedizin im Rettungswesen.

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.telenotarzt.de

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