Ein Novum an der Uniklinik RWTH Aachen: Aktuell haben vier Klinikdirektoren und ein Institutsdirektor parallel den Vorsitz ihrer jeweiligen Fachgesellschaft inne. Neben Univ.-Prof. Dr. med. Hans Clusmann, Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, Univ.-Prof. Dr. med. Christiane Kuhl und Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Kraus übernahm Univ.-Prof. Dr. med. Frank Hildebrand als letzter im Bunde zum 1. Januar 2026 die Präsidentschaft seiner Fachgesellschaft.
Bereits im Jahr 2021 übernahm Univ.-Prof. Dr. med Thomas Kraus, Direktor des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen, die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM). Drei Jahre später, im Jahr 2024, wurde Univ.-Prof. Dr. med. Hans Clusmann, Direktor der Klinik für Neurochirurgie, zum Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) gewählt. Kurz darauf, am 1. Januar 2025, folgte der Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care, Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI). Im selben Jahr wurde auch Univ.-Prof. Dr. med. Christiane Kuhl, Direktorin der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, zur Präsidentin der Deutsche Röntgengesellschaft e. V. (DRG) gewählt. Univ.-Prof. Dr. med. Frank Hildebrand, Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, machte das Präsidenten-Quintett am 1. Januar 2026 durch seinen Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) sowie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) komplett.
Interdisziplinären Austausch stärken
Die fünf Präsidenten buhlen jedoch nicht um das Scheinwerferlicht, sondern treten geschlossen auf. „Es gibt etliche Themen, die in etwas unterschiedlicher Form in allen fünf Gesellschaften vorkommen. Durch die räumliche Nähe gibt es nun die Möglichkeit, sich regelmäßig und intensiv fachübergreifend auszutauschen. Das birgt viel Potential für die weitere Entwicklung der jeweiligen Fachgebiete“, betont der Direktor der Neurochirurgie.
Prof. Hildebrand fügt hinzu: „Das neu an der RWTH Aachen gegründete An-Institut ‚Akademie für Unfallchirurgie - Institut für Traumaforschung‘ kann hierfür eine sehr gute Basis sein, da alle drei der operativen Fachdisziplinen wesentlich in die Versorgung schwerverletzter Patienten eingebunden sind.“
„Auch beim hoch aktuellen Thema Resilienz ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von großer Bedeutung", ergänzt Prof. Marx die Ausführung seiner Kollegen.
Der Ärztliche Direktor der Uniklinik RWTH Aachen, Univ.-Prof. Dr. med. Joachim Windolf, zeigt sich ebenfalls begeistert von der jüngsten Ernennung: „Die gleichzeitige Präsidentschaft in fünf renommierten Fachgesellschaften verdeutlicht die starke fachliche Position der Uniklinik RWTH Aachen. Die Präsidenten Clusmann, Marx, Kuhl, Kraus und Hildebrand bringen wichtige Impulse in den wissenschaftlichen Austausch ein und tragen zur Sichtbarkeit ihrer Fachbereiche und des Hauses bei. Diese Konstellation unterstreicht die hohe medizinische Expertise und das Engagement unserer Professorenschaft.“
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