FunForLab

Förderung der Ausbildungsqualität und des Berufsbilds sowie der grenzübergreifenden Einsatzfähigkeit von Medizinisch-Technischen-Laboratoriumsssistentinnen und -assistenten in der Euregio Maas-Rhein Region (EMR) durch die Entwicklung und gemeinsame Nutzung eines ICTE-Programms.

Kurztitel: FunForLab
 

Ziele und Grundsätze:

Der Fokus des FunForLab Projekts liegt auf der Entwicklung eines ICTE-Lernspiels (ICTE = Information and Communication Technology in Education = Information und Kommunikation im Ausbildungsprozess). Dabei sichern diverse Faktoren die großflächige Integration des Spiels in die Ausbildung der Medizinisch-Technischen-Laboratoriumsassistentinnen und -assistenten, im Folgenden MTLA/MTLAs genannt, in der Euregio Maas-Rhein und darüber hinaus:

  • Frühzeitige Information und Einbindung der Zielgruppen „MTLA-Auszubildende“  „MTLA-Lehrerinnen und -Lehrer“ und  „Examinierte MTLAs“ während der Entwicklung des Spiels
  • Offener Zugang zum aktuellen Status der Spielentwicklung
  • Entwicklung erklärender Tutorials für das Spiel
  • Aufnahme des Spieles in ein Unterrichtskonzept, welches – zusammen mit dem Spiel – allen MTLA-Schulen zur Aus- und Weiterbildung zur Verfügung gestellt wird

Während der Spiel- und Designentwicklung werden folgende Themen parallel bearbeitet:

  1. Verbesserung der Beschäftigungschancen von MTLAs durch die im Spiel erlangten Fähigkeiten zur Bedienung von hochtechnisierten Laborautomaten
  2. Verbesserung der überregionalen Einsatzfähigkeit (Mobilität) von Schülerinnen und Schülern, Studierenden und examinierten MTLAs
  3. Förderung des Interesses für naturwissenschaftliche Berufe an weiterführenden Schulen, inklusive des MTLA-Berufes, sowie die Bereitstellung des Spiels für den Unterricht, wie auch an Berufsinformationsveranstaltungen oder in sozialen Medien etc.

 

Ansatz/Vorgehen:

Das Projekt ist in vier Stufen eingeteilt:

  1. Eine SWOT-Analyse (AP1), die sich auf die verschiedenen Ausbildungsaspekte der Euregio Maas-Rhein fokussiert. Diese wird als euregionales Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern aller Zielgruppen durchgeführt: Schülerinnen und Schüler und  Lehrerinnen und Lehrer weiterführender Schulen sowie berufsbildender Schulen, MTLA-Schulen und Vertreterinnen und Vertretern von Berufsverbänden. Die SWOT-Analyse konzentriert sich auf folgende Bereiche:
    1. Frühe schulische Orientierung zu den naturwissenschaftlichen Fächern
    2. Übergang von weiterführenden Schulen zu MTLA-Schulen
    3. Weiterbildung für examinierte MTLAs
      Die Erfassung von Stärken und Möglichkeiten jeder Region ermöglicht es, Schwächen und Mängel in den anderen Regionen zu erkennen und zu optimieren.
       
  2. Ein Nachteil der Ausbildung wurde bereits  evaluiert: Die inadäquate Vorbereitung auf das spätere Arbeiten an hochtechnisierten Laborautomaten. Dieses Problem existiert in der gesamten Euregio Maas-Rhein.
     
  3. Um die Situation zu verbessern, wird von den Projektpartnern vorgeschlagen, ein gemeinsames Lernspiel oder auch ICTE-Tool zu entwickeln (AP2). ICTE-Tools verbessern die Flexibilität und Effizienz des Lernens. Durch ihre Interaktivität tragen sie wesentlich zur Diversifizierung von Lehrmethoden bei, die hauptsächlich aus Frontalunterricht und Praktika bestehen. Die angemessene Umsetzung der Anforderungen eines modernen Laboratoriums durch das ICTE-Tool wird durch die Zusammenarbeit mit MTLAs aus klinischen Laboratorien sichergestellt. In diesem Lernspiel trifft der/die Protagonistin/Protagonist auf verschiedenste Aufgaben, analysiert klinische Fälle und löst selbständig realistische Probleme aus dem klinischen Laboralltag. Letztlich wird ein Prototyp entwickelt, der von den verschiedenen Zielgruppen getestet und evaluiert wird.
     
  4. Die Partner planen und organisieren Workshops und Seminare, um das Lernspiel und die verschiedenen Tools einer möglichst großen Anzahl der einzelnen Zielgruppen und Zielpersonen vorzustellen
    (AP3):
    • Workshops für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen, um die Aufmerksamkeit für das Lernspiel zu wecken
    • Workshops für Lehrerinnen und Lehrer wissenschaftlicher Fächer in  weiterführenden Schulen um Einsatzmöglichkeiten des Spiels aufzuzeigen
       
  5. Nächster Schritt: vier Workshops zur Integration des Spiels in den MTLA-Schulunterricht und vier Workshops für MTLA-Schülerinnen und -schüler zur selbständigen Nutzung des Lernspiels (AP4).

Durch diese Maßnahmen wird von den Partnern eine bleibende, virtuelle FunForLab-Gemeinschaft aufgebaut. Die Projektwebseite mit Newslettern und Foren fördert den dauerhaften Erhalt sowie einen regen Austausch innerhalb der FunForLab-Gemeinschaft (AP5).
 

Zu erwartende Ergebnisse:

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines ICTE-Lernspiels („serious game“) als Interesse weckendes Tool für folgende Zielgruppen: Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen und frühzeitige Schulabgängerinnen und -abgänger, sowie als Lerntool für MTLA-Auszubildende und deren Lehrerinnen und Lehrer.

Durch den Einsatz des Lernspiels wird/werden ..

  1. ... die praktischen Fähigkeiten in der Bedienung von hochtechnisierten Laborautomaten (z. B. in der Klinischen Chemie) optimiert, was nach der Ausbildung zu einer verbesserten Vermittlungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt führt.
     
  2. ... die euregionale Mobilität von Schülerinnen und Schülern und MTLAs verbessert sowie eine angestrebte Standardisierung der Ausbildung für MTLAs initiiert. Beides wird durch die transregionale Vernetzung von Lehre und Beruf sowie den stetigen Austausch gelingen.
     
  3. ... in weiterführenden Schulen das Interesse für wissenschaftliche Fächer und den MTLA-Beruf geweckt und die Schüler motiviert, sich für diesen Beruf zu entscheiden.

 

INTERREG-Förderung:

Das Projekt wird von INTERREG  gefördert, einem Finanzierungsprogramm der Europäischen Union. INTERREG strebt den Ausgleich der Unterschiede zwischen den Regionen an und fördert eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung investiert die Europäische Union in Ihre Zukunft.

Partner:

  • Leadpartner: Research centre of the grouped institutes of the Free Mosan High School – CRIG
  • UC Limburg vzw – UCLL
  • Zuyd Hogeschool – ZUYD
  • Ausbildungsakademie für Gesundheitsberufe, Uniklinik RWTH Aachen
  • Centre for Research and Continuing Education of the Haute Ecole Namur Liège Luxembourg – FoRS
  • Centre de Coopération technique et pédagogique, research centre associated with the Haute Ecole de la Province de Liège – CECOTEPE

Ko- Finanzierung:

Mitwirkende der Uniklinik RWTH Aachen:

Eva Schönen: MTLA, Fachlehrerin für Klinische Chemie und Leitung der MTLA-Schule

Christiane Stickemann: MTLA, Fachlehrerin für Hämatologie

Silvia Schneiders: MTLA, Dozentin für Klinische Chemie (Studierende der Humanmedizin)

Patricia Bütz: MTLA, Labordiagnostisches Zentrum (LDZ)

Giannina Lindt: MTLA, Dozentin für Histologie, Anatomie und  Zytologie

Monika Krichel-Frings: Finanzmanagement