Inhalt

Die Ausbildung

Schülerinnen und Schüler der Schule für Gesundheits-, Kinder- und Krankenpflege werden in der Fünftagewoche ausgebildet; nach Dienstwochenende erfolgt ein tariflich geregelter Freizeitausgleich.

Die Arbeitsbedingungen für die Auszubildenden werden durch den Bundesangestelltentarif (BAT) geregelt. So z.B.:

  • Arbeitszeit: 38,5 Stunden pro Woche
  • ab dem 01.03.16 beträgt das Ausbildungsentgelt nach dem TVA-L Pflege (West) - § 8 -)
    - im 1. Jahr 990,70 Euro
    - im 2. Jahr 1056,70 Euro
    - im 3. Jahr 1163,00 Euro
  • Urlaubsanspruch nach Tarifrecht
  • Büchergeldzuschuss gemäß Literaturliste von 60 % des Anschaffungspreises

In acht Kursen werden durchschnittlich jeweils 25 Auszubildende in modern ausgestatteten Klassenräumen ausgebildet. Die Ausbildung umfasst mindestens 2.100 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht, der praktische Teil der Ausbildung umfasst 2.500 Stunden.

Die Ausbildung beinhaltet eine 1.200 Stunden umfassende Differenzierungsphase im Unterricht und in der praktischen Ausbildung, die sich auf die für die Gesundheits- und Krankenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu vermittelnden Inhalte erstreckt. Theoretische Unterrichtsveranstaltungen erfolgen in Blöcken. Wir legen  auch während der praktischen Ausbildung Wert auf einen kontinuierlichen Kontakt zwischen Schüler/-innen und Lehrer/-innen.

Theoretische Ausbildung

Ende November 2003 wurden erstmals verbindliche Ausbildungsrichtlinien für das Land Nordrhein-Westfalen - zusätzlich zu den bundesrechtlichen Regelungen - erlassen.

Dementsprechend differenzieren wir in unserem Curriculum vier große Lernbereiche:

1. Pflegerische Kernaufgaben mit vielen Teilbereichen
z.B: Planen, Organisieren, Koordinieren und Dokumentieren von Pflege, ... Erlernen von körpernahen Unterstützungen u.s.w.
2. Ausbildungs- und Berufssituation von Pflegenden mit Teilbereichen
z.B.: Pflege als Beruf, Pflege als Wissenschaft, soziales Lernen u.s.w.
3. Zielgruppen, Institutionen und Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit
z.B.: Pflege behinderter und alter Menschen, Gesundheitsförderung und Prävention, das Gesundheitswesen der BRD u.s.w.
4. Gesundheits- und Krankenpflege bei bestimmten PatientInnengruppen
z.B.: Pflege von Patientinnen und Patienten mit Störungen des Herzens, der Lunge u.s.w.

Die Lehrveranstaltungen erfolgen grundsätzlich fächerübergreifend, berufs- und praxisbezogen, problem- und erfahrungsorientiert. Die Lernenden werden sehr aktiv in das Unterrichtsgeschehen einbezogen.

Praktische Ausbildung

In zehn praktischen Einsätzen werden die Auszubildenden von  Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern der Station, examinierten Pfegekräften und Lehrerinnen und Lehrern der Schule für Gesundheits-, Kinder- und Krankenpflege unterstützt.
Die Einsätze erfolgen in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Unsere SchülerInnen und Schüler machen Erfahrungen in präventiver, kurativer, rehabilitativer und palliativer Pflege. Sie arbeiten u.a. auf Stationen der Inneren Medizin, Neurologie, Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, Wochen- und Neugeborenenpflege. In den ersten zwei Jahren steht die Vermittlung von Kernkompetenzen der Pflege von Menschen aller Altersklassen im Vordergrund.
Sie wird durch ein Schülerhandbuch strukturiert. Bei der Umsetzung der praktischen Lernziele werden unsere Auszubildenden durch Praxisanleiter/innen, examiniertes Pflegepersonal und Lehrerinnen und Lehrer/innen der Schule gezielt unterstützt. Alle Praxiseinsätze werden durch protokollierte Zwischen- und Endgespräche von den Schülerinnen und Schülern und Ausbildenden ausgewertet.    
  
Im 3. Ausbildungsjahr erfolgen differenzierte Einsätze nach im  Ausbildungsvertrag festgelegtem Ziel
a) in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (z.B. Kinderintensivstation).
b) in der Gesundheits- und Krankenpflege (z.B. Intensivmedizin, Verbrennungschirurgie oder Palliativmedizin).

Nach der Ausbildung bieten sich zahlreiche Tätigkeitsfelder an: Krankenhäuser, ambulante Pflegedienste/Sozialstationen, Beratungsstellen, Rehabilitations- und Kureinrichtungen u.s.w.
Viele Fort- und Weiterbildungsbildungsmöglichkeiten warten auf Sie, um sich zusätzlich zu qualifizieren für:
•    die Intensiv- und Anästhesiepflege
•    Leitungsaufgaben in der Krankenpflege
•    onkologische Pflege
•    operative Pflege
•    ambulante Pflege
•    Wundmanagement
•    psychiatrische Pflege
um nur einige zu nennen.
Ein Hochschul- und Fachhochschulstudium mit dem Abschluss Bachelor und Master in Pflegepädagogik, Pflegemanagement, Pflegewissenschaften oder Public Health ist ebenfalls möglich.

Informationen zu Studiengängen in Köln

Nähere Informationen zu den Ausbildungsinhalten (PDF)