FOCUS-Siegel: TOP-Krankenhaus

So ermittelt FOCUS die TOP-Kliniken

Die Erhebung im Überblick

Die Recherche umfasst sämtliche öffentliche Datenquellen mit den Qualitätsberichten aller Kliniken, einer umfangreichen Befragung und Expertenempfehlungen.

 

SCHRITT 1: WER?

Stichprobe

Alle 1.682 öffentlichen Krankenhäuser in Deutschland mit 14.193 Fachkliniken.
 

SCHRITT 2: WIE?

Analyse

In einem mehrstufigen Recherche-Prozess wird die Auswahl der Kliniken immer weiter verfeinert. Am Schluss erhält jede Klinik einen Punkte-Wert, der den Medizin-Score, die Reputation, Pflege- und Hygienestandard sowie Vorjahresempfehlungen berücksichtigt.
 

SCHRITT 3: WAS?

Ergebnis

Insgesamt 1708 Kliniken aus 58 Fachbereichen wurden als exzellent erkannt. Sie werden in ihrem Gebiet in der Klinikliste als TOP-Klinik empfohlen.
 

Partner für die Erhebung

Die Methodik zur Erhebung der Klinikliste entwickelt FOCUS-Gesundheit gemeinsam mit dem Recherche-Institut FactField. Das Münchner Unternehmen ist verantwortlich für die Datenbasis, führt die Erhebung durch, wertet die Daten aus und liefert die aufbereiteten Ergebnisse an FOCUS.
 

Die Erhebung Schritt für Schritt


Wer kommt in Betracht?

In die Recherche fließen die Daten von allen 1.682 öffentlichen Krankenhäusern in Deutschland und den ihnen angeschlossenen 14.193 Fachkliniken ein.

Wie werden die Daten gesammelt?

Zunächst werten die Rechercheure die gesetzlich vorgeschriebenen „strukturierten Qualitätsberichte“ aus. Dort dokumentieren die Krankenhäuser unter anderem, wie viele Eingriffe sie durchführen, welche besonderen Leistungen und technische Ausstattung sie besitzen oder wie viel Personal bezogen auf die Patienten zur Verfügung steht.
Ebenso berichten die Dokumente über Zertifikate von Fachgesellschaften und über Hygienemaßnahmen wie die Aktion „Saubere Hände“, welche die Qualität der Händedesinfektion in der Klinik untersucht. Aus mehreren Quellen sammeln die Rechercheure Informationen über Zertifizierungen von Fachgesellschaften einzelner Kliniken. Die Teilnahme an Qualitätsinitiativen belegt das Engagement, die Behandlung der Patienten zu verbessern.
Privatkliniken sind nicht verpflichtet, Qualitätsberichte zu erstellen und öffentlich zu machen. Ein direkter Vergleich zwischen privaten und öffentlichen Krankenhäusern ist so nicht möglich. Private Einrichtungen werden deshalb in separaten Listen aufgeführt.

Gemeinsam mit 60 Medizinexperten entwickeln die Datenredakteure umfangreiche Fragebögen für die einzelnen Fachbereiche, die insgesamt 4.134 für die Bewertung relevante Felder enthalten. Spezialisten der Kliniken füllen die Fragebögen aus. Der Qualitätsmanager der Häuser dokumentiert Maßnahmen zu Sicherheit und Hygiene. Die Pflegedirektion gibt Auskunft über Bettenkapazitäten und Intensivversorgung. Schließlich befragen die Redakteure auch die Chefärzte eines Fachbereichs. Diese berichten über Studienteilnahmen, die es Patienten ermöglichen, noch nicht allgemein zugelassene Therapien zu erhalten, über Engagement in Wissenschaft, Lehre und Ausbildung oder interdisziplinäre Zusammenarbeit. Besonderen Wert legen wir in der Befragung auf Hinweise zur Behandlungsqualität: Ein spezifisches Gerät oder eine bestimmte Ausbildung des medizinischen Personals kann den Therapieerfolg nachweislich erhöhen.
Die Datenredakteure befragen 30.000 Ärztinnen und Ärzte aus niedergelassenen Praxen und Kliniken. In welches Krankenhaus würden sie selbst gehen oder einen Verwandten schicken? Klinikmediziner dürfen nicht das eigene Haus nennen. Mehr als 15.000 Expertenempfehlungen sammelten die Rechercheure für die Klinikliste 2022. Mit geringerer Gewichtung fließen in die Erhebung auch Empfehlungen ein, die Kliniken für andere Häuser abgeben. Eine ähnliche Priorisierung gilt für die Patientenzufriedenheit, welche die Rechercheure aus mehreren Internetportalen sammeln. Als Indikator für den überregionalen Ruf einer Klinik identifizierten die Datenredakteure zudem, wie weit Patienten zur Behandlung anreisen.

Wie werden die Daten ausgewertet?

Am Ende der Recherche erhält jede Fachklinik null bis eins Punkte für fünf Empfehlungskriterien, die mit unterschiedlicher Gewichtung in den Gesamtscore einfließen. Am stärksten wiegt der Medizin-Score als Maßstab für die medizinische Qualität. Hier wurde erstmals auch die Zahl der angestellten Top-Mediziner berücksichtigt, also wie viele von FOCUS bereits empfohlene Ärzte im Haus arbeiten. Die Reputation ist das zweitwichtigste Kriterium. Weitere Faktoren sind Pflegestandard, Hygienestandard und Vorjahresempfehlungen.

Wie kommt die finale Liste zustande?

Die von FOCUS recherchierten Top-Kliniken sind exzellent in ihrem Fachgebiet oder in der Behandlung einer speziellen Indikation und in der Liste entsprechend sortiert. In den Listen finden Sie nähere Informationen zu den Empfehlungskriterien bezogen auf Fachgebiet und Indikation: Der Medizin-Score als Maßstab für die medizinische Qualität, wie häufig eine Klinik von Experten empfohlen wurde, sowie Pflege- und Hygienestandard. Zusätzlich haben wir für Sie weitere Informationen zur Klinik, wie z.B. Patientenservices und Digitalangebote, die Anzahl der FOCUS-TOP-Mediziner und die Bettenanzahl des Krankenhauses ergänzt.

Auf der FOCUS-Arztsuche finden Sie das Bewertungsergebnis zu jeder Top Klinik sowohl in den Listen als auch auf den einzelnen Klinikprofilen.

Was bedeutet das Siegel?

Das Siegel zeichnet Kliniken aus, die in ihrem Fachgebiet oder in der Behandlung einer speziellen Indikation als Top-Klinik empfohlen werden. Die Kliniken nehmen ohne aktive Bewerbung und kostenfrei an der Studie teil. Die in der Top-Liste aufgeführten Kliniken sind berechtigt, das Siegel für Kommunikationszwecke zu lizenzieren. Die Qualität aller nicht gelisteten Kliniken wird von FOCUS selbstverständlich nicht angezweifelt.