Fachtagung: Krank vom Krieg – Umgangsweisen und kulturelle Deutungsmuster eines Zusammenhangs von der Antike bis zur Gegenwart

Der AK Militärgeschichte e. V. lädt in Kooperation mit dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Uniklinik RWTH Aachen zur Fachtagung „Krank vom Krieg – Umgangsweisen und kulturelle Deutungsmuster eines Zusammenhangs von der Antike bis zur Gegenwart" ein. Die Tagung findet vom 26. bis 28. September im MTI 1, einem Nebengebäude der Uniklinik RWTH Aachen, statt.

Krieg tötet nicht nur, er macht auch krank. Das Erleben und Durchleben des Kampfgeschehens geht mit einer hohen physischen und psychischen Belastung, der Konfrontation mit Gewalt, Tod und Verwundung einher, hinzu kommen Hunger und Seuchen als stete Begleiter kriegerischer Auseinandersetzungen. Dabei sind die kriegsbedingten Krankheiten einem deutlichen Wandel unterworfen. Zurückzuführen ist dies nicht allein auf das sich verändernde Kriegswesen, sondern ebenso auf variierende kulturelle Deutungsmuster dessen, was in einem bestimmten Kontext überhaupt als Krankheit angesehen wurde. Krankheiten sind und waren keine rein körperbasierten, anthropologischinvarianten Phänomene, sondern immer auch getragen von sozialen und kulturellen Zuschreibungen und Kontextualisierungen.

Die Verbindung von Krieg und Krankheit mit ihren Wandlungen wurde bisher kaum im zeitlichen Längsschnitt vergleichend untersucht. Das Anliegen der Tagung ist es daher, ein Forum für aktuelle Forschungen zum Thema zu bieten und die Möglichkeiten und Grenzen einer Geschichte des Zusammenhangs von Krieg und Krankheit auszuloten. Im Mittelpunkt stehen dabei all jene als psychische und/ oder physische Erkrankung etikettierten und verhandelten Phänomene, deren Auftreten von den Zeitgenossen mit dem Krieg in Verbindung gebracht wurden.
Wissenschaftler/-innen

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