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Forschungsprojekte zum Thema Telemedizin

Abgeschlossene Projekte

• Med-on-@ix

Neben acht anderen Forschungsprojekten wurde Med-on-@remove-this.ix 2007 als Sieger aus dem Wettbewerb „SimoBIT - Sichere Anwendung der mobilen Informationstechnik zur Wertschöpferungssteigerung in Mittelstand und Verwaltung“ hervorgegangen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hatte die Ausschreibung dazu gestartet.

Das Schlüsselwort bei Med-on-@remove-this.ix hieß: Telematik. Dahinter steckt die wirkungsvolle Kombination aus Telekommunikation und Informatik. Erstmalig wurde in diesem Projekt ein multifunktionales Telemedizinsystem für die prähospitale Notfallrettung entwickelt und evaluiert.

Von der Einsatzstelle und aus dem Notarztwagen wurden Daten, Messwerte und Live-Bilder direkt an eine Telenotarzt-Zentrale übertragen. Ein erfahrener Notarzt  in der Zentrale beurteilte die Lage und die Werte. Bei Bedarf holte er zusätzliche Informationen und Ratschläge ein und unterstützte das Rettungsteam vor Ort beim Einsatzablauf und in der Behandlung des Patienten, orientiert an einheitlichen Qualitätsmaßstäben und medizinischen Leitlinien.

Den Film zum Projekt finden sie hier.

Zur Projektseite (http://www.medonaix.de/index3a9f.html?id=6

• TemRas: „Telemedizinisches Rettungsassistenzsystem“

Das Projekt TemRas wurde als eines von sieben Teilprojekten des Aachener Medizin-Technik-Clusters "Patientenspezifische Medizintechnische Lösungen für die Kardiovaskuläre Therapie" im Zeitraum von 08/2010 bis 07/2013 durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF) gefördert. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau (IMA) der RWTH Aachen University, sowie P3 communications, Philips Healthcare und 3M Medica durchgeführt.

Ziel war es, ein telematisches Rettungsassistenzsystem aufbauend auf dem Vorgängerprojekt Med-on-@ix zu entwickeln und dieses in fünf Rettungsdienstbereichen in NRW zu erproben und umfangreich zu evaluieren. Das System bot dem Rettungsdienstpersonal die Möglichkeit, einen Telenotarzt zur sofortigen Unterstützung jederzeit hinzuzuziehen. Dieser Telenotarzt war in einer Telenotarztzentrale tätig, welche an die integrierte regionale Leitstelle angeschlossen war. Durch eine informationstechnologische Vernetzung zwischen Rettungsdienst und weiterbehandelnden Einrichtungen sollte die Versorgung insbesondere von Herzkreislauf-Notfällen deutlich verbessert werden. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine Telekonsultation zwischen Rettungswagen-Teams und einem Telenotarzt sicher und komplikationsfrei durchzuführen ist. Zudem konnte für ausgewählte Notfallsituationen (z.B. Schmerztherapie) gezeigt werden, dass telemedizinisch unterstützte Rettungswageneinsätze eine mindestens gleichwertige Notfallversorgung erlauben wie konventionelle Einsätze mit Notarzt und Rettungswagen.