German Study Group MPN (GSG-MPN)

Im Frühjahr 2015 erfolgte die offizielle Bekanntgabe der Fusion der MPN-Initiative der Studienallianz Leukämie (SAL) mit der MPN-SG (MPN-Studiengruppe) zur gemeinsamen German Study Group MPN (GSG-MPN). Grundlage dieser bundesweiten Initiative ist das gemeinsame MPN-Register mit Biomaterialbank. In diesem Register werden klinische Daten und Biomaterial von Patienten mit BCR-ABL1-negativen MPN systematisch und zentral erfasst. Hierbei erfolgt die Rekrutierung unabhängig von Krankheitsstadium, Therapie und Begleiterkrankungen. Ebenfalls erfasst werden Patienten mit MPN und PDGFRα-, PDGFRβ- oder FGFR1-Aberrationen sowie MDS/MPN Overlap-Syndrome.

In das GSG-MPN-Register rekrutieren Universitätskliniken, kommunale Krankenhäuser sowie hämato-/onkologische Arztpraxen. So soll gewährleistet werden, dass die Registerkohorte repräsentativ für Patienten mit MPN in der Bundesrepublik Deutschland ist. Neben dem MPN-Register stehen weitere klinische und translationale Forschungsprojekte im Fokus der GSG-MPN, unter anderem:

  • Durchführung klinischer Studien (IITs)
  • Evaluation klinischer Parameter, insbesondere Risiko- und Prognosefaktoren
  • Evaluation prädiktiver Marker
  • Evaluation der Lebensqualität und Versorgungsaspekte
  • Monitoring minimaler Resterkrankung (z.B. JAK2-/CALR-MRD)
  • Nationale und internationale Kooperationen, Durchführung von Metaanalysen
  • Durchführung grundlagenorientierter Forschungsprojekte
  • Kooperation mit dem Referenz-Pathologie Netzwerk (RefPathNet)

MPN-Register

Die Registrierung der Patienten für das MPN-Register erfolgt online über den folgenden Link: https://www.cto-im3.de/gsgmpn/.
Nach Eingabe der Patientendaten wird eine Pseudonymisierungs-ID (PID) generiert mit der die Eingabe der klinischen Daten in die Registerdatenbank und der Versand des Biomaterials erfolgt. Die Stammdaten der Patienten werden hierbei von einem Datentreuhänder verwaltet und getrennt von den klinischen Daten und dem Biomaterial gespeichert.
Die Erfassung der klinischen Daten erfolgt ebenfalls elektronisch via eCRF. Hier werden neben Laborparametern auch körperliche Untersuchungsbefunde, Komplikationen, Begleiterkrankungen und die Therapie der MPN-Erkrankung erfasst. Zusätzlich wird zum Zeitpunkt des Registereintritts als auch bei den jährlichen Follow-up-Untersuchungen die Lebensqualität in einem standardisierten Lebensqualitätsbogen ermittelt. Das Biomaterial wird ebenfalls zu Zeitpunkt des Registereintritts, im Verlauf aber auch bei Krankheitsprogress oder Änderung der MPN-spezifischen Therapie nach Aachen (Aachen-angegliederte Zentren) oder  nach Ulm (Ulm-angegliederte Zentren) verschickt.

Die Adresse für das Biomaterial in Aachen lautet:

Uniklinik RWTH Aachen
Labor für hämatologische Diagnostik
Etage 5, Aufzug C3, Flur 25
Leiter: Prof. Dr. Steffen Koschmieder
Pauwelsstrasse 30
52074 Aachen

Neue Zentren sind jederzeit herzlich willkommen, bei Interesse melden Sie sich gerne bei den folgenden Kontaktpersonen:

Dr. med. Deniz Gezer
Ärztlicher Koordinator MPN-Register Standort Aachen
Tel.: 0241 80-37225
Fax: 0241 80-82180
dgezerukaachende

Dr. med. Susanne Isfort
Ärztliche Koordinatorin MPN-Register Standort Aachen
Tel.: 0241 80-37411
Fax: 0241 80-82180
sisfortukaachende

Sabrina Holst
Projektmanagerin MPN-Register Standort Aachen
Tel.: 0241 80-37141
Fax: 0241 80-82180
sholstukaachende

Univ.-Prof. Dr. med. Steffen Koschmieder
Leiter MPN-Register und Referenzlabor Standort Aachen
Tel.: 0241 80-36102
Fax: 0241 80-82449
skoschmiederukaachende

Kim Kricheldorf
Projektmanagerin MPN-Register Standort Aachen
Tel.: 0241 80-37029
Fax: 0241 80-82449
kkricheldorfukaachende

Klinische Studien

Die Durchführung akademischer klinischer Studien (IITs) durch die GSG-MPN steht besonders im Fokus. Derzeit sind 3 Studien aktiv bzw. stehen unmittelbar vor der Aktivierungsphase: 1. POMINC-Studie bei primärer und sekundärer Myelofibrose (Leiterin: Prof. Dr. med. K. Döhner), 2. Ruxo-BEAT bei ET und PV (Leiter: Prof. Dr. S. Koschmieder) und 3. Ruxoallo bei primärer und sekundärer Myelofibrose (Leiter: Prof. Dr. N. Kröger).  Die Ruxo-BEAT-Studie wird hierbei am Standort Aachen koordiniert und geleitet. Dabei soll der neue JAK2-Inhibitor Ruxolitinib gegen bewährte Standardtherapien getestet werden. Sollten Sie grundsätzlich an einer Teilnahme interessiert sein oder nähere Informationen wünschen, so nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Dr. med. Susanne Isfort
Koordinatorin Ruxo-BEAT
Tel: 0241 80-37411
Fax: 0241 80-82136
sisfortukaachende

Univ.-Prof. Dr. med. Steffen Koschmieder
Leiter Ruxo-BEAT Studie
Tel.: 0241 80-36102
Fax: 0241 80-82449
skoschmiederukaachende

Autorin: A. Kaifie (11/2015)