Dermatochirurgie

Unter Dermatochirurgie versteht man operative Eingriffe an der Haut und den Hautanhangsgebilden. In unserer Klinik wenden wir vor allem Exzisions- und Wundverschlusstechniken an, die neben der Funktionalität insbesondere auch ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigen. Häufige Eingriffe sind die Entfernungen von gut- oder bösartigen Hautveränderungen mit funktioneller sowie ästhetischer Rekonstruktion der jeweiligen Region im Gesichts- und Halsbereich.

Ablauf eines dermatochirurgischen Eingriffs
Im Rahmen der Planung des Eingriffs findet in unserer Sprechstunde eine eingehende Untersuchung der Hautveränderung(en) statt, bei der ausführlich über die klinische Verdachtsdiagnose sowie mögliche Differenzialdiagnosen aufgeklärt wird. Anschließend wird in Absprache mit dem Patienten ein Behandlungskonzept festgelegt.
Der Ablauf des Eingriffs ist von der Diagnose, der Wahl des Anästhesieverfahrens (örtliche Betäubung oder Vollnarkose), der Dauer des Eingriffs, der Art des Eingriffs (kleine, lokale Exzision oder großflächige Rekonstruktion) und mögliche Operationsrisiken abhängig. Zur Durchführung der Eingriffe verfügt unsere Klinik über entsprechende Operationssäle für Eingriffe in örtlicher Betäubung sowie für größere Eingriffe in Vollnarkose. Ebenfalls sind ambulante Eingriffe in Vollnarkose im ambulanten OP-Zentrum möglich.
Nach dem Eingriff wird der Patient engmaschig in unserer Poliklinik bzw. auf unserer Station weiterbetreut. Dabei werden die Wundverhältnisse regelmäßig kontrolliert, die Wundverbände bei Bedarf gewechselt und der Patient wird mit ausreichend Schmerzmitteln und anderen notwendigen Medikamenten versorgt.
 Die gesamte Behandlung ist darauf ausgerichtet, dass der Patient alle beruflichen und privaten Aktivitäten so rasch wie möglich wieder aufnehmen kann und in funktioneller sowie ästhetischer Hinsicht vollständig wiederhergestellt wird. Unser Ziel ist es, dass gerade im besonders exponierten Gesichts-/ Halsbereich keine sichtbaren Operationsfolgen zurückbleiben.
 
Indikationen für einen dermatochirurgischen Eingriff
Dermatochirurgische Eingriffe werden bei benignen (gutartigen) sowie malignen (bösartigen) Hauterkrankungen angewendet. Zu den gutartigen Hautläsionen zählen u.a. Muttermale, Zysten, Fibrome (gutartige Bindegewebsgeschwulst), Atherome (Grützbeutel) und Hämangiome (Blutschwämmchen). Unter die bösartigen Hauttumoren fallen u. a. Basalzellkarzinome (Basaliome), Plattenepithelkarzinome (Spinozelluläre Karzinome, Spinaliome) und maligne Melanome ("Schwarzer Hautkrebs"). Insbesondere bei Patienten mit einem bösartigen Tumor arbeiten wir interdisziplinär mit den Dermatologen, Pathologen sowie weiteren Fachabteilungen eng zusammen, wobei im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Hauttumor-Konferenzen optimale Behandlungskonzepte für eine effiziente und nebenwirkungsarme Therapie gemeinsam entwickelt werden.