Leistungsprofil Logopädie – MKG

Karzinome im Bereich der Mundhöhle sowie des Halsbereichs treffen eine hochsensible Region für das Sprechen und Schlucken. Das Vorkommen eines Tumors und dessen Behandlung durch chirurgische Maßnahmen und/oder onkologische Therapie (Bestrahlung und/oder Chemotherapie) können mit erheblichen Beeinträchtigungen der Aussprache sowie des Schluckvorgangs verbunden sein. Diese zurückbleibenden funktionellen Handicaps sind oft nur durch gezielte logopädische Interventionen zu kompensieren.

Der Fachbereich Logopädie stellt einen interdisziplinären Behandlungspfeiler in der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Uniklinik RWTH Aachen dar. Es erfolgt eine sowohl stationäre als auch ambulante Versorgung der Patienten in der folgende Behandlungsschwerpunkte gesetzt werden.

Leistungsspektrum

  • Die funktionelle Rehabilitation nach (rekonstruktiver) Chirurgie der oralen Weich- und Hartgewebe bei Tumoren der Mundhöhle
  • Diagnostik und funktionelle Therapie bei Dysphagie nach OP und onkologischer Therapie eines Karzinoms im Mund-Halsbereich
  • Interdisziplinäre Evaluation des Schluckaktes mit bildgebenden Verfahren wie z.B. videoendoskopische Diagnostik oder Videofluoroskopie
  • Therapie funktioneller Störungen der Artikulation bei intraoralen Tumoren
  • Trachealkanülenmanagement (Dekanülierungsoptionen überprüfen bzw. sukzessive Entwöhnung bei liegender Kanüle)
  • Begleitung des Ernährungsmanagements im ambulanten Setting (oraler Kostaufbau, Nahrungsadaptation bei Kau- und Schluckstörungen, Beratung zu nahrungsergänzenden Maßnahmen, um Mangelernährung vorzubeugen)
  • Orofaziale Regulationstherapie (ORT) nach Castillo Morales:
    • Aktivierung und Regulierung aller orofazialen Funktionen, die für genussreiches und selbstbestimmtes Essen und Trinken benötigt werden (Schlucken, Kauen, Speichelkontrolle)
    • Vermeidung von sekundären Pathologien