AG Neuroimaging

Wir interessieren uns für netzwerkbasierte Grundlagen neurologisch-neurochirurgischer Erkrankungen und untersuchen diese mittels funktioneller als auch struktureller MRT-Messungen (resting-state-fMRI, diffusion tensor imaging) zur Charakterisierung konnektivitätsbasierter Netzwerkveränderungen bei Erkrankungen, sowie deren Veränderungen nach therapeutischer Intervention.

Aktuelle Forschungsprojekte

Während das neurokognitive Leistungsprofil von Patienten mit einem cerebralen Gliom früh beeinträchtigt ist, wird dieses in der Routinediagnostik oft nicht standardisiert miterfasst, obwohl eine gezielte Überwachung auch der neuropsychologischen Funktionen klinisch sensitive Therapieverlaufsmessgrößen liefern könnte. Unter dem Verständnis einer netzwerkbasierten Grundlage kognitiver Funktionen erscheint daher eine MRT-basierte Charakterisierung korrelierender neuronaler Netzwerke von Interesse, da sich hieraus unter Umständen diagnostische als auch prognostische Kenngrößen ableiten könnten. Abgesehen von der fokalen Tumorläsion könnten auch in makroskopisch inapparenten Hirnregionen bereits funktionelle oder auch strukturelle Netzwerkveränderungen tumorinduziert nachweisbar sein. Daher führen wir bei Gliompatienten im Vergleich zu gesunden Vergleichspersonen MRT-basierte Ruhenetzwerkanalysen in Kombination mit standardisierten neuropsychologischen Testungen durch. Wir möchten prüfen, inwieweit sich cerebrale Gliome als Läsionsmodell einer chronisch progredienten, nur fokal apparenten Hirnläsion nicht auch netzwerkrelevant abbilden lassen, und ob sich hieraus zusätzliche, diagnostisch als auch prognostisch relevante Biomarker ableiten lassen.

Instrumentalisierte Ganganalyse bei Hydrocephaluspatienten im Vergleich zu Patienten mit vertebragener Gangstörung vor und nach Intervention.

Ansprechpartnerin

Dr. med. Chuh-Hyoun Na
Tel.: 0241 80-88483
Fax: 0241 80-82564
cnaukaachende

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. rer. medic. Kerstin Jütten
Tel: 0241-80-85661
kjuettenukaachende

Kooperationspartner
  • Univ.-Prof. Dr. phil. Siegfried Gauggel, Priv.-Doz. Dr. rer. medic. Verena Mainz
    Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Uniklinik RWTH Aachen
  • Univ.-Prof. Dr. med. Ferdinand Binkofski, Sektion Kognitionsforschung
    Klinik für Neurologie, Uniklinik RWTH Aachen
  • Univ.-Prof. Prof. h.c. Dr.-Ing. Dorit Merhof, Simon Koppers MSc, Leon Wenninger MSc
    Lehrstuhl für Bildverarbeitung, RWTH Aachen University
  • Univ.-Prof. Dr. med. Martin Wiesmann
    Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie, Uniklinik RWTH Aachen
  • Priv.-Doz. Dr. med. Marcel Betsch, Hannah Siebers
    Klinik für Orthopädie, Uniklinik RWTH Aachen
Wir suchen gesunde Kontrollpersonen als Probanden für MRT-Messungen:

Zum Vergleich von Patienten mit gesunden Kontrollpersonen suchen wir gesunde Probanden, die an einer MRT-Messung (ca. 45 Min.) sowie an einer neuropsychologischen Testung (ca. 60 Min.) teilnehmen möchten. Es wird eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro geleistet. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass keine Kontraindikationen gegen eine MRT-Untersuchung sowie keine neurologischen und/oder psychiatrischen Vorerkrankungen bestehen. Die durchgeführten MRT-Untersuchungen dienen Forschungsfragen und sind nicht für eine medizinische Beurteilung geeignet.

Bei Interesse an einer Teilnahme oder Rückfragen bitten wir um eine Kontaktaufnahme unter kjuettenukaachende.