Forschungsgruppe Gess

Neuromuskuläre Erkrankungen

Wir untersuchen die neurogenetischen und pathophysiologischen Ursachen neuromuskulärer Erkrankungen sowie deren Charakterisierung, Diagnostik und Therapie. Die wissenschaftlichen Schwerpunkte unserer Arbeitsgruppe liegen in der Zell- und Molekularbiologie des peripheren Nervensystems sowie in der Diagnostik und Therapie von Neuropathien und Myopathien.

Die Arbeitsgruppe arbeitet hierbei eng mit dem Neuromuskulären Zentrum Aachen zusammen.

Leitung
PD Dr. med. Burkhard Gess, Facharzt für Neurologie
Tel.: 0241 80-89600
Fax: 0241 80-82444
bgessukaachende

Dr. med. Maike Dohrn
Laura Hannen, Cand. med.
Madleine Müller, Cand. med.
Jens Schmidt, MSc.
Natalie Schmidt, Cand. med.
Michaela Thanisch, Cand. med.
Ivan Yanev, Cand. med.

Medizinische Doktorandenstellen
Falls Sie Interesse an einer Mitarbeit in unserer Arbeitsgruppe haben, schicken Sie bitte eine Email an: bgessukaachende

Alle Publikationen finden Sie unter PubMed

Forschungsprojekte

Hereditäre Neuropathien sind eine vielfältige Gruppe genetisch bedingter Erkrankungen des peripheren Nervensystems. Die häufigsten hereditären Neuropathien verursachen sowohl motorische als auch sensible Defizite und werden Charcot-Marie-Tooth (CMT) Neuropathien genannt. Darüberhinaus gibt es aber auch rein motorische, rein sensible und sensibel-autonome hereditäre Neuropathien. Wir arbeiten daran, die pathophysiologischen und neurogenetischen Mechanismen der hereditären Neuropathien besser aufzuklären und die Entwicklung neuartiger Therapieansätze zu fördern.
Aktuelle Projekte im Bereich der hereditären Neuropathien:

  • Mechanismen der axonalen Degeneration bei demyelinisierenden hereditären Neuropathien
  • Funktion von Vitamin C und Vitamin C Transportern im peripheren Nervensystem
  • Entdeckung und Beschreibung neuer genetischer Subtypen hereditärer Neuropathien

Polyneuropathien können sehr viele verschiedene Ursachen haben. Neben dem Diabetes mellitus als häufigste Ursache kommt auch den entzündlichen Neuropathien eine wichtige Rolle zu. Die entzündlichen Neuropathien sind meist autoimmun-inflammatorisch bedingt. Als Therapien stehen daher Glukocorticoide, intravenöse Immunglobuline und Immunsuppressiva zur Verfügung, auf die aber nicht alle Patientinnen und Patienten gut ansprechen.
Trotz ausführlicher Diagnostik kann bei bis zu 30 Prozent der Polyneuropathien die Ätiologie nicht geklärt werden. Es wird daher vermutet, dass weitere Ursachen der Polyneuropathien bisher noch unentdeckt sind.
Aktuelle Projekte im Bereich der entzündlichen und idiopathischen Neuropathien:

  • Vitamin C-Mangel Neuropathie - Rolle von Vitamin C in der Pathogenese erworbener Neuropathien
  • Chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP) – modifizierende Faktoren des Ansprechens auf intravenöse Immunglobuline

Erkennung und Differenzierung von neuromuskulären Erkrankungen mittels quantitativer Muskel-MRT-Volumetrie