Leistungsspektrum

Die Klinik für Nuklearmedizin bietet ein breites Spektrum an Leistungen an.

Verschiedene Krankheitsbilder brauchen verschiedene Untersuchungen. Von der Diagnose, über die Therapie, bis zur Nachbehandlung: diverse nuklearmedizinische Untersuchungen bieten Ihnen eine frühestmögliche Diagnose, die es möglich macht, eine passende Therapie zu finden. Schilddrüsendiagnostik, Herz- und Lungendiagnostik, Nierendiagnostik, Szintigraphie und abdominelle Diagnostik gehören zu den Untersuchungen, die in der Uniklinik durchgeführt werden. 

Die Molekulare Bildgebung mittels PET/ PET-CT und SPECT-Untersuchungen ist ein weiterer relevanter Bestandteil der Klinik für Nuklearmedizin. Die Positronen Emissions Tomographie (PET) Untersuchung ist ein nuklearmedizinisches Diagnoseverfahren, bei dem radioaktive Substanzen, häufig markierter Zucker Fluor-Desoxy-Glukose (FDG), dem Patienten zugeführt werden. Das PET-Gerät kann diese Stoffe verfolgen und erstellt Bilder. Diese bieten beispielsweise sehr genaue Informationen über vorhandenes Tumorgewebe (Videobeitrag zu PET).

Die PET-CT-Untersuchung ist ein Untersuchungsverfahren, das aus PET und der Computertomographie (CT) kombiniert ist. Da beide Untersuchungen sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern, bietet die Kombination der PET-CT-Untersuchung ein Fusionsbild mit den Ergebnissen von beiden Untersuchungsverfahren.

Mittels PET/ PET CT Untersuchungen sind folgende Diagnosen möglich:

Molekulare Bildgebung mittels PET / PET-CT

  • [18F] FDG (Tumor-Staging, Therapiemonitoring, Demenzdiagnostik)
  • [18F] Cholin (Staging, Rezidiv-Diagnostik)
  • [18F] FDOPA (Staging, Rezidiv-Diagnostik)
  • [18F] FET (Rezidiv-Diagnostik)
  • [18F] Florbetapir (Demenzdiagnostik)
  • [68Ga] DOTATOC (Tumor-Staging, Restaging)
  • [68Ga] PSMA (Staging, Rezidiv-Diagnostik)

Ist eine Erkrankung diagnostiziert, stehen in der Klinik für Nuklearmedizin verschiedene Therapieformen zu Verfügung.

Die Schilddrüse steht in der Nuklearmedizin besonders im Fokus. Die Schilddrüsenfunktionsdiagnostik liefert genaue Werte und Klarheit über das Krankheitsbild. Bei unbekannten Schilddrüsenknoten wird durch eine Schilddrüsenszintigraphie untersucht, ob es sich um einen gutartigen oder einen bösartigen Knoten handelt und ob eine Erkrankung vorliegt.
Bei gutartigen und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenknoten oder Schilddrüsenkrebs wird eine Radiojodtherapie angesetzt. Die Nuklearmedizin kann mithilfe von radioaktivem Jod krankhafte Zellen von innen aus schädigen und so beispielsweise Schilddrüsenkrebs heilen.

Nicht nur bei Erkrankungen der Schilddrüse kann die Nuklearmedizin helfen, sondern auch bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose. Mittels Radiosynoviorthese wird die Gelenkschleimhaut durch radioaktive Strahlung wieder hergestellt.

Nuklearmedizinische Behandlungen spielen auch bei der Diagnostik und Therapie von Prostatakarzinomen eine wichtige Rolle. Bei Patienten, die an Prostatakrebs leiden und keine Hormon- oder Chemotherapie mehr wirkt, kann eine Therapie des Prostatakarzinoms mit [177Lu] Prostata-Spezifisches-Membran-Antigen (PSMA) erfolgreich sein. Bei dieser Therapie wird das Prostatakarzinom mit Radioaktivität angereichert und von innen bestrahlt. Im Gegensatz zur Xofiko Therapie gibt es hier den Vorteil, dass auch Lymphknotenmetastasen und Organmetastasen behandelt werden können. Die Xofiko Therapie wird bei Männern mit fortgeschrittenem Prostatakrebs und Knochenmetastasen angewandt. Auch diese nuklearmedizinische Therapie bestrahlt den Krebs von innen. Bei weiteren Metastasen soll diese Therapie nicht angewandt werden. 

Weitere Therapien sind die Selektive Interne Radiotherapie (SIRT) und die Peptidrezeptorradiotherapie (PRRT).

Die nuklearmedizinische Untersuchung des Herzens ist ein weiterer Bereich der Klinik für Nuklearmedizin. Mit Hilfe der Myokardszintigraphie, einem nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren, kann die Durchblutung des Myokards dargestellt werden. Bei dieser Herzfunktionsuntersuchung wird eine radioaktiv markierte Substanz injiziert und mittels Single-Photon-Emissions-Tomographie (SPECT) das Herz im Anschluss dreidimensional dargestellt. Mithilfe der Myokardszintigraphie kann untersucht werden, ob eine Durchblutungsstörung vorliegt.

Therapien

  • Radio-Iod-Therapie gutartiger Schilddrüsenerkrankungen
  • Radio-Iod-Therapie bösartiger Schilddrüsenerkrankungen
  • Radiosynoviothese
  • Selektive Interne Radiotherapie (SIRT)
  • Peptidrezeptorradiotherapie (PRRT)
  • Therapie des Prostatakarzinoms mit [177Lu] PSMA