Forschungslabor der Klinik für Orthopädie

Laborleiter:
Dr.-Ing. Jörg Eschweiler

Das translationelle Forschungslabor der Klinik für Orthopädie der Uniklinik RWTH Aachen (Direktor Univ.-Prof. Dr. med. M. Tingart) beschäftigt sich, unter Leitung von Dr. rer. nat. Holger Jahr, mit den Ursachen angeborener und erworbener Form- oder Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Hierbei wendet es sich besonders den Gelenkerkrankungen (Arthropathien) zu. Forschungsschwerpunkt ist hier die (Osteo-)Arthrose als häufigste Arthropathie.

Weitere Zielgewebe unserer Grundlagenforschung sind vor allem Knochen, Knorpel und Sehnen. Die Biologie all dieser Gewebe weist eine prominente biomechanische Komponente auf: so werden Knochenumbauprozesse zu einem Grossteil von mechanischen Regelkreisen kontrolliert. Das Forschungslabor der Klinik für Orthopädie engagiert sich daher auch, u.a. in enger Zusammenarbeit mit Gruppen des Instituts für Anatomie und Zellbiologie (Direktor Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Thomas Pufe), in der Mechanobiologie. Beide Arbeitsgruppen komplementieren sich hierbei in der Findung innovativer Lösungsansätze zu klinisch relevanten orthopädischen Problemen. Hierbei richtet man sich u.a. auf Vaskularisationsstörungen, wie sie z.B. bei der avaskulären Femurkopfnekrose, grossen Knochenfrakturen oder Sehnenerkrankungen (Tendinopathien) auftreten können. Wertvolle Synergieen ergeben sich hier aus den physiologischen Tissue Engineerings-Ansätzen von Herrn Dr. Jahr und dem Interesse von PD Dr. rer. nat. Christoph Wruck am stressinduzierten Nrf2/ARE-Signalweg.

Die Herstellung von Gewebeersatz (Englisch: Tissue Engineering) zur Regeneration orthopädischer Defekte (z.B. Knochenbruch, Knorpelschaden) ist ein weiterer Schwerpunkt des Labors. Hierfür arbeitet wir u.a. mit dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT Direktor Prof. Dr. Reinhart Poprawe), dem Helmholtz Institut für Angewandte Medizintechnik und dem Institut für Textiltechnik (Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Jockenhoevel), sowie der zahnärztlichen Werstoffkunde und Biomaterialforschung (ZWBF Leiter Univ.-Prof. Dr.-Ing. Horst Fischer) zusammen.

Durch die thematischen Überschneidungen mit der AG „klinisch-experimentelle orthopädische Biomechanik“ (Dr. med. Rath und Dipl.-Ing. Eschweiler) werden weitere Synergieen bewirkt, die in Zukunft die Grundlage für biomechanisch optimiertes Tissue Engineering legen sollen. Hier ist die Berücksichtigung zellulärer Reaktionen, und physiologischer Aspekte, bei der Optimierung und Individualisierung der Endoprothetik von besonderm Interesse.


Unsere Arbeitsgruppe wird gefördert durch

  • das START Programm der medizinischen Fakultät der RWTH Aachen
  • das ERS-SEED Programm der RWTH Aachen
  • das ERS-BOOST Programm der RWTH Aachen (Kooperation mit AG Pufe)
  • das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • das FP7 HEALTH.2012 Programm der Europäischen Union (EU)
  • das Aachener Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF)
  • EFRE.NRW
  • Interreg Va (Vlaanderen-Nederland)