AG Tissue Engineering

Laborleiter:
Dr.-Ing. Jörg Eschweiler

Die AG Tissue Engineering der Klinik für Orthopädie beschäftigt sich mit den Ursachen angeborener und erworbener Form- oder Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Hierbei wendet es sich besonders den Gelenkerkrankungen (Arthropathien) zu. Forschungsschwerpunkt ist hier die (Osteo-)Arthrose als häufigste Arthropathie. Die Herstellung von Gewebeersatz (Englisch: Tissue Engineering) zur Regeneration orthopädischer Defekte (z.B. Knochenbruch, Knorpelschaden) ist ein Schwerpunkt des Labors. Hierfür arbeitet wir u.a. mit dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT Direktor Prof. Dr. Reinhart Poprawe), dem Helmholtz Institut für Angewandte Medizintechnik und dem Institut für Textiltechnik (Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Jockenhoevel), sowie der zahnärztlichen Werstoffkunde und Biomaterialforschung (ZWBF Leiter Univ.-Prof. Dr.-Ing. Horst Fischer) zusammen.

Zielgewebe unserer Grundlagenforschung sind vor allem Knochen, Knorpel und Sehnen. Die Biologie all dieser Gewebe weist eine prominente biomechanische Komponente auf: so werden Knochenumbauprozesse zu einem Großteil von mechanischen Regelkreisen kontrolliert. Das Forschungslabor der Klinik für Orthopädie engagiert sich daher auch, u.a. in enger Zusammenarbeit mit Gruppen des Instituts für Anatomie und Zellbiologie (Direktor Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Thomas Pufe), in der Mechanobiologie.

Durch die thematischen Überschneidungen mit der AG „klinisch-experimentelle orthopädische Biomechanik“ werden weitere Synergien bewirkt, die in Zukunft die Grundlage für biomechanisch optimiertes Tissue Engineering legen sollen. Hier ist die Berücksichtigung zellulärer Reaktionen, und physiologischer Aspekte, bei der Optimierung und Individualisierung der Endoprothetik von besonderem Interesse.