Hüftdysplasie und Hüftluxation

Eine Unreife des Hüftgelenkes tritt bei ca. 2 von 100 Neugeborenen auf,  während die komplette Ausrenkung des Hüftgelenkes lediglich in bei 4 von 1000 Neugeborenen diagnostiziert wird. Im Rahmen des  Krankenhausaufenthaltes nach der Entbindung bzw. spätestens im Rahmen der U3 wird eine Screeninguntersuchung mittels Ultraschall der Hüften durchgeführt, um die betroffenen Neugeborenen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Bei den häufiger auftretenden Hüftgelenkdysplasien reicht meist eine Behandlung mittels Spreizhosen aus. Bei den selteneren Hüftgelenkluxationen muss versucht werden, die Hüfte wieder in ihre ursprüngliche Pfanne  zurückzubringen und dort mittels eines Sitzhockgipses oder einer Pawlick-Bandage zu halten. Durch diese Früherkennungsuntersuchung und die
frühzeitige Behandlung sind operative Maßnahmen nur noch selten notwendig. Kinder mit Hüftgelenkdysplasien werden auch nach der Ausreifung der Hüften bis zum Wachstumsabschluss weiterhin regelmäßig durch den Kinderorthopäden kontrolliert, um einen späteren frühzeitigen Hüftgelenksverschleiß zu vermeiden.

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