Infantile Cerebralparese (ICP)

Die infantile Cerebralparese (ICP) stellt eine Störung der Haltungs- und Bewegungsfunktionen infolge einer Schädigung des sich entwickelnden unreifen Gehirnes dar. Die Schädigung des Gehirns entsteht vor, während oder kurz nach der Geburt. 

Die Ursachen können vielfältig sein. Als Ausdruck dieser Schädigung des Gehirns treten zu den motorischen Störungen häufig weitere Behinderungen wie Intelligenzminderung, Lernbehinderungen, Perzeptionsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Kommunikationsstörungen, Seh- und Hörstörungen sowie Anfallsleiden auf. Die Kinder können sehr unterschiedlich betroffen sein, von ganz dezent, kaum merkbar, bis schwerstbehindert, die bettlägerig sind und künstlich ernährt werden müssen.

Der Kinderorthopäde versucht die motorischen Störungen zu verbessern. Bei gehfähigen Kindern kann zunächst konservativ versucht werden, das typisch Kauer-Gangbild durch Orthesenversorgungen, Krankengymnastik, Gipstherapien und Injektionen von Botulinumtoxin zu verbessern. Manchmal werden operative Verfahren wie Muskelverlagerungen oder knöchernen Korrekturen zur Verbesserung des Gangbildes durchgeführt. Es muss bei allen Kindern, vor allem auch den stärker Betroffenen, darauf geachtet werden, dass Hüftdysplasien und Hüftluxationen nicht übersehen werden und frühzeitig mit operativen Verfahren behandelt werden, damit spätere Schmerzen vermieden werden.

Auch die Wirbelsäule muss im Auge behalten werden und bei stärkeren Deformierungen versteift werden.

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