Inhalt

Morbus Perthes

Morbus Perthes linke Hüfte mit Einbruch des Hüftkopfes
Morbus Perthes linke Hüfte mit wieder aufgebautem Hüftkopf nach OP

Der Morbus Perthes ist eine Erkrankung des Hüftgelenkes, die gehäuft zwischen dem 5.und 7. Lebensjahr auftritt. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Durchblutungsstörung des Hüftkopfes.

Die Ursache ist noch weitgehend unbekannt. Die Erkrankung tritt mit einer Häufigkeit von 1:1200 Kindern auf. Die Kinder fallen auf, da sie hinken und/oder über Hüft- oder Knieschmerzen klagen. Die Erkrankung durchläuft verschiedene Stadien, wobei der Hüftkopf in sich zusammenfällt und sich dann wieder aufbaut.

In vielen Fällen ist die Krankheit mit einer konservativen Therapie zur Ausheilung zu bringen. Die kleinen Patienten führen regelmäßig Krankengymnastik durch, um eine möglichst gute Beweglichkeit des Hüftgelenkes zu erhalten. Des Weiteren soll das Hüftgelenk geschont werden, daher dürfen die Kinder weder springen noch laufen und sollten für weitere Gehstrecken einen Rollstuhl benutzen.

Je jünger die Kinder beim Ausbruch der Erkrankung sind, umso besser die Prognose. Sind die Kinder bereits älter und/oder treten gewisse Risikofaktoren im Röntgenbild auf, kommen operative Therapien in Frage. Diese bedeuten in der Regel einen größeren Eingriff mit Durchtrennung des Beckenknochens, einer sogenannten Salter-OP, und einer Umstellung des Oberschenkelknochens, einer so genannten Umstellungsosteotomie des proximalen Femurs, um den Hüftkopf besser zu überdachen und optimale Heilungsvoraussetzungen zu schaffen.

Im Anschluss an die Operation müssen die Kinder während 6 Wochen in einem Becken-Bein-Fuß-Gips liegen, damit der durchtrennte Beckenknochen verheilen kann. Vom Ausbruch der Erkrankung bis zu ihrer kompletten Ausheilung vergehen in der Regel mehrere Monate bis zu einige Jahren.

Informationen zu Morbus Perthes als PDF