Sektion Gelenkchirurgie, Endoprothetik, Revisionsendoprothetik -
Zentrum für eine ärztliche Zweitmeinung

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Björn Rath
Priv.-Doz. Dr. med. Marcel Betsch

Die Klinik für Orthopädie der Uniklinik RWTH Aachen unter der Leitung von Univ. -Prof. Dr. med. Markus Tingart wurde von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie zur Etablierung eines überregionalen Endoprothetik Zentrums der Maximalversorgung ausgewählt. Das Europäische Endoprothetik Zentrum Aachen setzt in vielerlei Hinsicht einzigartige Maßstäbe.

In Deutschland wurden in 2010 über 350.000 Endoprothesen an Hüfte und Knie implantiert. Bei Knieprothesen ist die Standzeit der Prothesen von der Genauigkeit der Beinachsrekonstruktion und der Komponentenpositionierung abhängig. Zur Optimierung der Prothesenimplantation wurden in den letzten Jahren Navigationssysteme entwickelt. In der Hüftendoprothetik wird durch die Navigation eine optimierte Positionierung der Gelenkpfanne und des Prothesenschaftes erzielt. Hierdurch wird die Funktion verbessert und der Abrieb, der zu aseptischen Prothesenlockerung führt, verringert.

Die Klinik für Orthopädie an der Uniklinik RWTH Aachen verfügt über eine langjährige Expertise auf dem Gebiet der Computer-assistierten Operationsverfahren. Sie hat in den letzten Jahren die Einführung und Weiterentwicklung von Navigationssystemen maßgeblich geprägt. Neben den Computer-assistierten Operationsverfahren, haben in den letzten Jahren gewebeschonende Operationstechniken in der Hüft- und Knieendoprothetik an Bedeutung gewonnen. Die Prothesen werden über möglichst kleine Schnitte unter maximaler Schonung der Muskulatur und Weichteile implantiert. Das Ziel ist es, das Operationstrauma möglichst gering zu halten und eine schnellere Rehabilitation der Patienten zu erreichen.

Ausgewählte Patienten benötigen aufgrund anatomischer Besonderheiten an Hüfte oder Knie speziell angepasste Implantate. Diese Prothesen werden nach einer präoperativ durchgeführten Computer- oder Kernspintomographie individuell für den jeweiligen Patienten angefertigt.

Durch die gestiegene Zahl von Prothesenimplantationen werden in Zukunft die Wechseloperationen stark zunehmen. Häufig sind die Patienten, die eine Wechseloperation benötigen, mehrfach voroperiert und leiden an vielfältigen Nebenerkrankungen. Die Uniklinik RWTH Aachen bietet für die Behandlung dieser medizinisch anspruchsvollen Patienten sehr gute Voraussetzungen. Die Klinik für Orthopädie verfügt über ein hohes Maß an Erfahrung bei Wechseloperationen am Hüft- und Kniegelenk. Als Implantate stehen etablierte modulare Prothesen zur Verfügung, die individuell angepasst werden können und die Möglichkeit der zementfreien oder zementierten Verankerung erlauben. Postoperativ werden alle Patienten in enger Kooperation mit den anderen Fachkliniken betreut, um für diese Patienten mit komplexen medizinischen Krankheitsbildern optimale Behandlungsergebnisse zu gewährleisten.

Eine speziell abgestimmte Rehabilitation ist für den operativen Erfolg von entscheidender Bedeutung. Sie erfolgt in enger Abstimmung mit den behandelnden niedergelassenen Kollegen, Physiotherapeuten und Rehabilitationseinrichtungen.