Autismussprechstunde

Mittwochs zwischen 10.30 und 13.00 Uhr. Termine nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung.

Informationen für Eltern

Vorrangiges Ziel in der Autismussprechstunde ist die frühzeitige und möglichst zuverlässige Erkennung von Störungen aus dem Autismusspektrum. Manche Eltern stellen ihr Kind auch bei bereits gestellter Diagnose einer autistischen Störung vor, etwa mit der Bitte um eine Zweitmeinung oder auch mit dem Wunsch nach Beratung hinsichtlich einer geeigneten Förderung ihres Kindes.

 

Bitte bringen Sie zum ersten Termin folgende Unterlagen mit:

 

- die Versicherungskarte sowie eine Überweisung für die kinder- und jugendpsychiatrische Institutsambulanz,

- Kopien der Ihnen vorliegenden ärztlichen und psychologischen Vorbefunde,

- Schulzeugnisse (1./2. Schuljahr, Zeugnis des letzten Schuljahres),

- bei getrennt lebenden Elternteil mit gemeinsamem Sorgerecht: schriftliche Einverständniserklärung des anderen Elternteils zur Durchführung der Untersuchungen, wenn Sie nicht gemeinsam zum ersten Termin kommen können.

 

Im Rahmen des Erstkontakt erfolgt neben einer ausführlichen Befragung der Eltern  und, wenn möglich, auch der Kinder zur bisherigen Entwicklung eine Untersuchung des Kindes/Jugendlichen mit dem Ziel, auf der Basis dieser Informationen einen individuellen Untersuchungsplan aufzustellen. Während sich in manchen Fällen bereits im Rahmen der Erstuntersuchung die Diagnose einer Autismusspektrumstörung schon mit ausreichender Sicherheit stellen lässt, ist die Diagnosesicherung besonders bei sehr jungen Kindern vor dem 3./4. Lebensjahr und bei den sogenannten hochfunktionalen Formen schwieriger. In der Regel schließen sich deshalb weitere 2-3 Untersuchungstermin, bei denen zum einen eventuell im Zusammenhang mit der vorliegenden Symptomatik stehende andere medizinische und psychische Ursachen erkannt oder ausgeschlossen werden sollen, zum anderen mit dem Ziel, die Autismus-spezifischen Symptome und die damit verbundenen Schwierigkeiten im Alltag möglichst genau zu erfassen. In manchen Fällen wird eine testpsychologische Untersuchung zur Erfassung der intellektuellen Leistungsfähigkeit oder eine neuropsychologische Abklärung der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen durchgeführt.

Nach Abschluss des diagnostischen Prozesses erfolgt eine ausführliche Besprechung der Untersuchungsergebnisse sowie eine Beratung hinsichtlich der Behandlungs-und Fördermöglichkeiten.

Sollte sich im Rahmen der Untersuchungen herausstellen, dass vorrangig eine andere Störung oder Erkrankung für die zur Vorstellung führenden Probleme verantwortlich ist, empfehlen wir eine allgemeine kinder- und jugendpsychiatrische Abklärung, die , falls gewünscht, meist in der Institutsambulanz unserer Abteilung angebotenen werden kann.

Falls erforderlich, leisten wir Unterstützung bei der Einleitung von Fördermaßnahmen an den Autismus-Therapie-Zentren im Rahmen von Eingliederungshilfen nach dem Sozialgesetzbuch (§ 53 SGB XII, § 35 a SGB VIII). Darüber hinaus bieten wir regelmäßige Wiedervorstellungen zur Verlaufskontrolle und verschiedene therapeutische Maßnahmen an,  z.B. die Teilnahmemöglichkeit an einem autismusspezifischen Gruppentraining zur Verbesserung der sozialen Interaktionsfähigkeit.