Forschungslabor

Die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie setzt verschiedene Schwerpunkte im Bereich der Förderung und Stärkung muskuloskelettaler Forschung. Dafür stehen Laborflächen in der Uniklinik der RWTH Aachen selbst, aber auch im Medizinisch Technischen Institut (MTI) zur Verfügung. In Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) werden zusätzliche Analysen dort regelhaft durchgeführt und mit dem Center for Translational and Clinical Research Aachen (CTC-A) steht ein kompetenter Partner bei der Planung nationaler und internationaler (BMBF, EU) geförderter Projekte zur Verfügung. 

Laborleitung:
Dr. rer. nat. Johannes Greven, MSc
jgrevenukaachende
Etage 5, Flur C, Raum 4 & 5

Posttraumatische Immunologie

Die Auswirkungen posttraumatischer immunologischer Prozesse auf die Entwicklung von Komplikationen und in Bezug auf den Heilungsverlauf nach schwerem Trauma sind von immenser Bedeutung. Daher ist die Analyse der lokalen und systemischen Immunreaktionen im Fokus einer Vielzahl klinischer und experimenteller Studien. Neben hauseigener Sero- und Patientendatenbanken ist die Klinik als Gründungsmitglied auch an der nationalen Serodatenbank der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) beteiligt. Zur Darstellung und Diskussion der Studienergebnisse sowie zur Realisierung von Forschungskooperationen nehmen die Klinikmitarbeiter regelmäßig an nationalen und internationalen Forschungstreffen (z.B. Netzwerk Traumaforschung) oder Kongressen teil. Die Forschergruppe am UKA verfügt zudem über umfangreiche Erfahrungen bei der Planung und Durchführung translationaler Forschungsprojekte. Das im Rahmen einer interdisziplinären und multizentrischen Studie (TREAT-Studie) etablierte experimentelle Polytraumamodell erlaubt regelmäßige Untersuchungen in Bezug auf Nutzen und Wirksamkeit neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren im Rahmen der Behandlung nach schwerem Trauma. Dieses wurde bereits mehrfach ausgezeichnet (DGU, Shock-Society, ESTES).

 

Frakturheilung & Biomechanik

Im Rahmen weiterer Forschungsprojekte erfolgen Untersuchungen zur Frakturheilung. Hierbei wird in klinischen und experimentellen Studien der Einfluss von Begleitverletzungen (schwere Hämorrhagie, Schädel-Hirn-Trauma) und der Versorgungsstrategie auf die Knochenheilung untersucht.

Biomechanische Untersuchungen zur Wertigkeit verschiedener Osteosyntheseverfahren bei der Stabilisierung von Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule, der Hüfte und des Beckens sind Teil dieses Forschungsschwerpunktes. Hier verfügt die Klinik über entsprechende biomechanische Prüfgeräte an denen die komplexen Untersuchungen durchgeführt werden können. Ebenso werden durch die Arbeitsgruppe klinische Nachuntersuchungsstudien durchgeführt, um die klinische Wertigkeit verschiedener Stabilisierungsverfahren zu evaluieren. Hierzu gehören auch spezifische Untersuchungen zu alterstraumatologischen Fragestellungen.

 

Klinische Studien

Die Klinik nimmt aktiv an der Gestaltung und Durchführung klinischer Studien teil. Dabei werden mono- wie multizentrische Projekte umgesetzt. Zudem werden Patientendaten nicht nur in das TraumaRegister (TR) der DGU überführt, sondern auch in weitere Register (z.B. Beckenregister, DART, Wirbelsäulenregister u.v.a.) der Fachgesellschaften eingespeist. Damit stehen umfangreiche retrospektive Analysen auch als Grundlage für klinisch-prospektive Forschungsansätze jederzeit zur Verfügung. Unter dem Menüpunkt „Ansprechpartner“ finden Sie detailliertere Informationen zu den einzelnen Projekten und die Namen der betreuenden Mitarbeiter.

Zur Analyse von extrazellulären Vesikeln steht neben der kooperativen Analyse durch Trans-Elektronenmikroskopie auch ein klinikeigenes NanoSight 300 Gerät zur Verfügung. Mit diesem lassen sich Vesikel im Nanometer Bereich messen und validieren.

Weiterhin verfügt das molekularbiologische Labor, neben alltäglichen Methodiken und Gerätschaften, über eine Zellkultur in der neben Osteoblasten auch Endothelzellen, Makrophagen und Stammzellen verschiedensten Ursprungs kultiviert werden.

Durch die Nutzung von Multiplex-Techniken können Proteine und RNA in Hochdurchsatzverfahren gemessen werden.

Das biomechanische Labor der Abteilung verfügt über eine Materialtestmaschine in der Belastungen bis zu 10.000 Newton im axialen Verfahrensweg getestet werden können. Des Weiteren steht eine maßgefertigte Prüfmaschine zur Verfügung, die es zulässt nahezu einschränkungsfrei bis 2500 N in allen Dimensionen zu belasten und zu messen. So sind Knie- und Wirbelsäulenversuche in multi-dimensionalen Belastungsansätzen möglich.

The Department for Traumatology and Reconstructive Surgery offers fellow-ship opportunities in our laboratory. Self-funded applicants will be able to complete a doctoral thesis (Dr. med.) or a PhD-program. For further information please contact Dr. J. Greven (jgrevenukaachende).

Current fellows:

  • Luis Nicolini (Brasilia)
  • Weiqiang Liang (China)
  • Qun Zhao (China)
  • He Zhizhen (China)
  • Xing Zang (China)

Experimentell

  • Systemische und lokale Inflammation nach Trauma
    Ansprechpartner: PD Dr. Horst, Dr. Bläsius, Prof. Dr. Hildebrand
     
  • Einfluss von Begleitverletzungen (Hämorrhagie, SHT) auf die Frakturheilung
    Ansprechpartner: Dr. Hofman, PD Dr. Lichte, PD Dr. Horst, Prof. Hildebrand
     
  • Biomechanische Studien im Bereich der Wirbelsäule
    Ansprechpartner: PD Dr. Herren, PD Dr. Pishnamaz, Prof. Dr. Kobbe
     
  • Biomechanische Studien im Bereich der Hüfte und des Beckens
    Ansprechpartner: PD Dr. Pishnamaz, PD Dr. Kobbe

 

Klinische Studien

  • Klinische Studien und Analysen auf Basis interner und externer (z.B. TraumaRegister DGU, Beckenregister DGU, Thoraxtrauma) Datenbanken
    Ansprechpartner: PD Dr. Horst, PD Dr. Andruszkow
     
  • Nationale Serodatenbank des Netzwerks Traumaforschung (NTF) der DGU sowie der hauseigenen Serodatenbank nach schwerem Trauma
    Ansprechpartner: Dr. Bläsius, PD Dr. Horst, Prof. Hildebrand
     
  • Klinische Studien zur Alterstraumatologie
    Ansprechpartner: Dr. Wollgarten, PD Dr. Pishnamaz
     
  • Nachuntersuchung verschiedener Wirbelsäulenerkrankungen (traumatologisch, degenerativ) und Auswertung der Daten aus dem Wirbelsäulenregister
    Ansprechpartner: PD Dr. Herren, PD Dr. Pishnamaz, Prof. Dr. Kobbe
     
  • Nachuntersuchung komplexer Fußverletzungen
    Ansprechpartner: Dr. Bläsius, PD Dr. Lichte

National

Institute:

Kliniken:


International

Stiftungen

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO)

BBraun-Stiftung

Else-Kröner-Fresenius Stiftung (EKFS)

Hans-Herrmann Voss Stiftung

Deutsche Arthrosestiftung

 

UK-Intern:

Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung (IZKF)

START-Projekt

Clinician-Scientist-Programm (ehem. Rotationsprogramm für den wissenschaftlichen Nachwuchs)  

 

Industrie

PAOIN

Königssee®

BONEHELIX®

 

Staatliche Förderung

Bundesministerium für Verteidigung (BMVg)

Die Klinik ist intensiv an der Erstellung relevanter Leitlinien zur Behandlung schwerverletzter Patienten beteiligt. So werden Forschungsergebnisse in Handlungsanweisungen umgesetzt.

  • S3-Leitlinie Schwerverletztenversorgung

    Abschnittsverantwortlicher für die „Erste operative Phase“:
    Prof. Dr. med. Frank Hildebrand

 

  • S3-Leitlinie „Intensivmedizin nach Polytrauma“

    Leitlinienkoordinatoren:
    Prof. Dr. med. Gernot Marx & Prof. Dr. med. F. Hildebrand

Traumaregister DGU – Publikation des Jahres 2018: Blunt Cerebrovascular Artery Injury and Stroke in Severely Injured Patients: An International Multicenter Analaysis (World J Surg (2018) 42: 2043-2053 (TNT-Kongress)

Innovationspreis 2017 (DGU)

Best Oral Presentation Awards 2002, 2013, 2015 & 2016 (ECTES)

Orthopaedic Research Society Travel Award 2016 (ORS & DGU)

Posterpreis (Mit- Preisträger) 2016: Induzierte Hypothermie schützt die Enterozytenfunktion nach Polytrauma im Großtiermodell (DGU)

New Investigator Awards 2004, 2011, 2012 & 2014 (Shock Society)

Congress Grants 2012, 2013 & 2015 (ESTES)

Posterpreis 2013: Das Outcome nach kindlichem Schädel-Hirn-Trauma: welchen Einfluss nimmt das Alter? (NOUV)

Posterpreis (Mit-Preisträger) 2012: Der Einfluss des Body Mass Index beim polytraumatisierten Patienten 2012 (DGCh)

Axis-Forschungspreis (Mit-Preisträger) 2011 (NOUV)

Else Kröner Memorial Award 2008 (DIVI)

Posterpreis 2007 (EATES/ETS)

Förderpreis Intensivmedizin 2004 (DGCh)

Injury Prize 2003 (Britisch Trauma Society)

Best presentation (Mit-Preisträger) 2003 (Greek Trauma Society)

Best European Paper 2002: Early evaluation of blunt chest trauma: Development of a scoring system for early decision making (British Trauma Society)