Arbeitsunfall

An der Uniklinik RWTH Aachen werden ca. 2500 Arbeitsunfälle pro Jahr behandelt. Wir stehen Ihnen als einzige Klinik der Region für sämtliche Arbeitsunfälle jeden Schweregrades zur Verfügung.

Arbeits- und Wegeunfälle werden in verschiedene Kategorien unterteilt.

Allgemeine Heilbehandlung: Leichtere Verletzungen (z. B. kleinere Schnittwunden) unterliegen. Die weiterführende ambulante Weiterbehandlung kann durch einen Allgemeinarzt erfolgen.

Eine Wiedervorstellung zu einem "Nachschautermin" bei einem "D-Arzt" (von der Berufsgenossenschaft zur Behandlung von Arbeitsunfällen ermächtigter Unfallchirurg) ist nur erforderlich, falls Probleme eintreten oder die Arbeitsfähigkeit ausbleibt.

Besondere Heilbehandlung: Tritt bei schwereren Verletzungen (z.B. Knochenbrüchen) in Kraft. In diesen Fällen muss die Behandlung durch einen D-Arzt durchgeführt werden.

Verletzungsartenverfahren – VAV: Dies betrifft schwere Verletzungen und Verletzungsfolgen. Diese wurden im Verletzungsartenverzeichnis von der gesetzlichen Unfallversicherung festgelegt und dürfen aufgrund der Schwere der Behandlung nur von unfallchirurgisch qualifizierten Ärzten in personell und apparativ besonders ausgestatteten Krankenhäusern behandelt werden.

Schwerstverletzungsartenverfahren – SAV: Hierunter fallen schwerste Verletzungen, schwere Verletzungskombinationen (Polytrauma) und Komplikationen. Diese dürfen nur von wenigen von der GUV zugelassenen Kliniken behandelt werden. Für die Zulassung muss die unfallchirurgische Klinik eine besondere Expertise und Ausstattung sowie das Krankenhaus ein breites Spektrum von Fachgebieten mit ausgewiesener Expertise in der Verletztenversorgung nachweisen.