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Arbeitsunfälle - SAV-Zentrum

Leitung:

Univ.-Prof. Dr. med. Frank Hildebrand, MHBA
Stellv. Klinikdirektor
Tel.: 0241 80-89066

Priv.-Doz. Dr. med. Philipp Lichte
Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie/Spezielle Unfallchirurgie
plichte@remove-this.ukaachen.de

Die Uniklinik RWTH Aachen ist als erstes Krankenhaus der Städteregion Aachen von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zur Versorgung von Patienten mit schwersten Verletzungen zugelassen worden. Für die Krankenhäuser, die an dem zu Jahresbeginn eingeführten neuen „Schwerstverletzungsartenverfahren“ (SAV) beteiligt sind, gelten besonders strenge Kriterien hinsichtlich ärztlicher Kompetenz und Ausstattung sowie Leistungsvermögen. Schwerstverletzte nach Arbeits- und Wegeunfällen, deren Verletzungen unter den SAV-Katalog fallen, dürfen künftig nur noch in solchen zugelassenen Krankenhäusern behandelt werden. Das „S“ in SAV steht dabei für alle schweren Verletzungen an Wirbelsäule, Becken und großen Gelenken. Nach einem Arbeits- Schul oder Wegeunfall werden Patienten gemäß den Vorgaben der DGUV in drei stationären Stufen versorgt: dem stationären Durchgangsarztverfahren (DAV), dem Verletzungsartenverfahren (VAV) und neuerdings dem Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV).

Informationen zum Schwerverletztenverfahren (SAV)

Links:

An unserer Uniklinik werden ca. 1900 Arbeitsunfälle pro Jahr behandelt. Einige dieser Unfälle haben leichtere Verletzungen (z.B. kleinere Schnittwunden) zur Folge, die der "allgemeinen Heilbehandlung" unterliegen. Die weiterführende ambulante Weiterbehandlung kann durch einen Allgemeinarzt erfolgen. Die Wiedervorstellung zu einem "Nachschautermin" bei einem "D-Arzt" (von der Berufsgenossenschaft zur Behandlung von Arbeitsunfällen ermächtigter Unfallchirurg) ist nur erforderlich, falls Probleme eintreten oder die Arbeitsfähigkeit ausbleibt.

Bei höhergradigen Verletzungen (z.B. Knochenbrüchen) tritt die "besondere Heilbehandlung" in Kraft. In diesen Fällen muss die Behandlung durch einen D-Arzt geführt werden. Schwere Verletzungen, die im Rahmen eines bg-lich versicherten Ereignis auftreten, unterliegen dem "Verletzungsartenverzeichnis - VAV". Dabei sind von den Berufsgenossenschaften Verletzungen und Verletzungsfolgen festgelegt, die aufgrund der Schwere bzw. der komplexen Nachbehandlung nur von unfallchirurgisch qualifizierten Ärzten in personell und apparativ besonders ausgestatteten Einrichtungen behandelt werden dürfen. Um die bestmögliche Versorgung der Unfallversicherten zu gewährleisten, können zusätzlich Spezialisten anderer Fachdisziplinen hinzugezogen werden.

In der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie und Wiederherstellungschirurgie werden alle Arten von Arbeitsunfällen und deren Folgen behandelt. Hierbei besteht eine enge Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Fachkliniken, der Physiotherapieeinrichtung der Uniklinik RWTH Aachen und mehreren Rehabilitationseinrichtungen damit wir unseren Patienten eine Versorgung "aus einer Hand" zukommen lassen können. Jedes bg-lich versicherte Unfallereignis wird im sog. Durchgangsarzt-Bericht dokumentiert und an den zuständigen Versicherungsträger weitergeleitet. Die Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, die Klinik für Augenheilkunde und die Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Plastische Kopf- und Halschirurgie haben einen Sonderstatus und sind zur eigenständigen Berichtserstattung befugt. Die Berichterstattung der Klinik für Unfallchirurgie sowie der weiteren beteiligten Kliniken erfolgt über das interdisziplinäre BG-Sekretariat.

Unsere Klinik ist von den Unfallversicherungsträgern zur Behandlung solcher schweren und komplexen Verletzungen zugelassen.

In unserer BG-Sprechstunde werden abgestimmte Behandlungskonzepte erstellt und die konsequente Weiterbetreuung der Unfallversicherten durchgeführt. In der Heilberatungssprechstunde (BG-Sondersprechstunde) werden gemeinsam mit Rehamanagern der Berufsgenossenschaften Rehapläne erstellt (Planung rehabilitativer Maßnahmen und dem Wiedereinstieg in das Arbeitsleben) oder zu speziellen, umfangreichen Fragen Stellung genommen. Diese Sprechstunde steht auch zur Einholung von Zweitmeinungen zur Verfügung.

Interdisziplinäres BG-Sekretariat

Susanne Trabos
Tel.: 0241 80-89066
Fax: 0241 80-33 89066
strabos@remove-this.ukaaachen.de

Melanie Esser
Tel.: 0241 80-85083
Fax: 0241 80-3385083
mschleich@remove-this.ukaachen.de

BG-Sprechstunde:

Montags bis freitags: 08:30-13:00 Uhr

Terminvergabe: über das Terminzimmer:
Frau Melanie Michels
Tel.: 0241 80-80644

BG-Sondersprechstunde:

(Rehaplanungs- und Heilberatungssprechstunde)
Dienstags und donnerstags 09:00-11:00 Uhr und nach Vereinbarung
Terminvergabe über das Terminzimmer:
Frau M. Michels
Tel.: 0241 80-80644

 

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