Aktuelle Aspekte zur roboterunterstützten Chirurgie

Vortrag von Dr. med. Christian Bach beim QZ-BBG (Beckenbodengesundheit)

Der da Vinci Operationsroboter wird in der urologischen Chirurgie traditionell für die radikale Prostatektomie (radikale Prostataoperation bei Prostatakrebs) eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind die radikale Entfernung der Harnblase (radikale Zystektomie), Entfernung der Niere (Nephrektomie) und rekonstruktive Eingriffe wie z.B. die Nierenbeckenplastik.
Die Beckenbodenchirurgie - zum Beispiel bei Prolaps - war traditionell eine Domäne entweder der laparoskopischen oder der offenen Chirurgie. Mittlerweile gibt es aber auch von Seiten der Beckenbodenoperateure verstärktes Interesse an den Vorteilen der minimal-invasiven Chirurgie mit dem da Vinci.

Dieses Thema wurde intensiv diskutiert während eines Vortages von Dr. med. Christian Bach, dem Leiter der Sektion Robotische Chirurgie, vor der ArbeitsGemeinschaft BeckenBodenGesundheit in Bonn am 02.02.2017. Besucht war die Veranstaltung von Urologen, Chirurgen, Gynäkologen Physiotherapeuten mit Spezialisierung auf Beckenboden-Gesundheit. Der Konsensus ist, dass die technischen Vorteile der robotischen Systeme überzeugend sind und dass diese Art von minimal-invasiver Chirurgie als eine gute Option für geeinigte Patienten gesehen wird. Lediglich die erhöhten Kosten sind ein Problem, da der erhöhte Aufwand für eine robotische Operation von der Krankenkasse für die Uniklinik nicht extra vergütet wird. Dr. Christian Bach betonte aber, dass es an der Uniklinik RWTH Aachen keine Zuzahlung von Seiten der Patienten gibt und auch in Zukunft nicht geben werde.

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