Da Vinci-Operationsroboter bekommt Konkurrenz

In den Markt für laparoskopische Operationsroboter kommt Bewegung. Bis vor Kurzem war die amerikanische Firma Intuitive Surgical mit ihrem da Vinci®-System alleiniger Anbieter und damit Marktführer. Mittlerweile haben andere Firmen das Zukunftspotenzial dieser Technik erkannt und ziehen nach. Vorteile bei robotisch assistierten laparoskopischen Operationen sind die hohe Präzision, die es ermöglicht auch komplexe Eingriffe (zum Beispiel die radikale Prostatektomie oder Zystektomie) minimal-invasiv durchzuführen und die geringe Patientenbelastung. Zukünftig wird es auch weitere Innovationen geben wie das Verschmelzen von Bildgebung und Operationsgebiet in Echtzeit. Als erster Anbieter neben Intuitive hat nun die Firma Transenterix ihr „Senhance“ Operationssystem den Urologen und Chirurgen der Uniklinik RWTH Aachen in Mailand vorgestellt. Überzeugen konnte der Roboter mit seinen vielseitigen, unkomplizierten Aufstellungsmöglichkeiten und durch die offene Steuerkonsole mit 3D-Bildschirm, die eine gute Kommunikation mit dem gesamten OP-Team gewährleistet. Innovativ ist auch das Eyetracking Feature, mit dem die Kamera komfortabel mittels Augenbewegung gesteuert wird. Eine weitere Innovation ist der Force Feedback-Mechanismus, der dem Operateur sagt, wie viel Druck er auf das Gewebe ausübt; eine Funktion, die schon lange vermisst wurde.

„Es ist sehr zu begrüßen, dass Bewegung in den Markt für robotisch assistierte laparoskopische Operationssysteme kommt“, sagt Dr. Christian Bach, Leiter der Sektion Robotische Urologie an der Uniklinik RWTH Aachen. „Ich rechne fest damit, dass auch die Systeme andere Anbieter bald Marktreife haben werden - das haben mir zumindest die Firmen Titan Medical und Cambridge Medical Robotics angekündigt. Unsere Patienten werden in Zukunft von der modernen Technologie immer mehr profitieren, unser Gesundheitssystem hoffentlich von sinkenden Kosten durch vermehren Wettbewerb.“

Der Senhance Operationsroboter mit Force Feedback

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