Der da Vinci-OP-Roboter bei der Behandlung von Blasenkrebs – auch die Neoblase ist möglich

Die chirurgische, radikale Entfernung der Harnblase (radikale Zystektomie) ist die empfohlene Therapie bei muskelinvasivem Blasenkrebs oder oberflächlichem Blasenkrebs von hohem Risiko. Diese Operation wird in den meisten urologischen Kliniken in klassischer Technik mit einem Bauchschnitt durchgeführt. In fortschrittlichen, auf minimalinvasive Chirurgie spezialisierten Zentren wird diese Operation aber auch mit dem da Vinci-Roboter durchgeführt. Bei der vergleichsweise neuen da Vinci®-Technik geht es darum, die Prinzipien der offenen Chirurgie zu auf einen minimal invasiven Eingriff zu übertragen, was gerade bei einer Ersatzblase aus Darm (Ileum-Neoblase) ein hoch spezialisiertes OP-Team erfordert.

Diesbezüglich berichtet Dr. med. Christian Bach, Leiter der Sektion Robotische Urologie, von einer Trainingsveranstaltung im französischen Straßburg am 19.01.2018: „Insbesondere bei der da Vinci®-assistierten Neoblase gibt es verschiedene Operationstechniken. Ziel ist es, ein gut funktionierendes, kontinentes Ersatzorgan mit ausreichender Kapazität zu schaffen um die Lebensqualität unserer Patienten zu erhalten. Es waren während diesem Seminar verschiedene Experten anwesend und es war höchst interessant sich mit diesen auszutauschen. Egal welche Technik letztlich angewendet wird – das Ziel muss natürlich sein, unseren Patienten die höchstmögliche Qualität anzubieten und damit das beste Outcome zu erreichen.“

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