Biomaterialien/ Tissue Engineering

Das Wissenschaftliche Labor der Urologischen Klinik verfolgt mehrere Themenschwerpunkte überwiegend projektbezogen mit verschiedenen Kooperationspartnern.

Harnblasen- und Harnleiterteilsatz

Die Entwicklung einer bioartifiziellen Harnleiterprothese wird über das BMWI-geförderte Projekt UREPLACE, sowie durch das von der Dr. R. Pfleger Stiftung-geförderte Projekt UREPAIR realisiert.

Weiterhin werden erste Untersuchungen zum Blasenwand-Teilersatz oder kompletten Blasenersatz durchgeführt, wobei eine biodegradable Matrix mit Urothelien, Keratinozyten und Muskelzellen beschichtet und auf eine von der Mukosa denudierte Darmwand aufgebracht wird. Diese Untersuchungen werden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Textiltechnik, dem Institut für Makromolekulare Chemie sowie der Harvard Medical School Boston durchgeführt.

Biohybrid basierte 3D-Blasentumormodell

Konventionelle Monolayer basierter in vitro Tumorzellassays erlauben nur eine ungenügende Translation auf Tierversuche und schon gar nicht auf eine individualiserte Therapieplanung beim Menschen. Basierend auf den bisherigen Erfahrungen aus der regenerativen Medizin an der Harnblase und Harnleiter konzentrieren sich unsere Bemühungen mithilfe Optimaix basiereten Kollagen Scaffolds die Struktur des oberflächlichen und invasiven Urothelkarzinom in vitro nachzubilden im Hinblick auf einen späteren Einsatz als in vitro Testsystem für Zystostatika. In der ersten Projektphase erfolgen Kokultiverungen etablierter humaner urothelialer (Tumor-)Zelllinien mit Detrusorzellen. In der 2. Projektphase soll das 3D Tumormodell auf die Verwendung von urotheliealen und myogen Zelltypen aus zystektomie-Präparaten getestet werden.