TITAN TCC

Indikation: unbehandeltes (1.Linie) oder auf Platinbasis vorbehandeltes (2. und 3. Linie) fortgeschrittenes oder metastasiertes Übergangszellkarzinom (TCC)

Studiendesign: Eine Phase II Studie, einarmig, open-label, multizentrisch, international

Prüfparate: Nivolumab und Ipilimumab

Eingeschlossen werden Patienten mit histologischem Nachweis eines metastasierten oder chirurgisch nicht resezierbaren Übergangszellkarzinom der Blase, der Harnröhre, des Ureters oder des Nierenbeckens

Einschlusskriterien /Zielpopulation (Auszug)

a) Histologische Bestätigung eines metastasierenden oder inoperablen Transitionalzellkarzinoms der Blase, der Harnröhre, des Harnleiters oder des Nierenbeckens. Kleinere histologische Varianten des Transitionalzellkarzinoms (z.B. Plattenepithelkarzinom-Anteile, <50% des Tumors umfassend) sind akzeptabel.

b) Die Patienten müssen ein fortgeschrittenes oder inoperables Transitionalzellkarzinom (cT4b, beliebige N oder beliebige T, N2-N3 oder beliebiges M1) ohne vorherige systemische Therapie (Erstlinie) oder ein Transitionalzellkarzinom während oder nach einer Platin-basierten Erstlinientherapie bzw. einer weiteren Zweitlinientherapie (2. und 3. Linie) haben. Patienten, die eine neoadjuvante oder adjuvante Cisplatin-basierte Chemotherapie erhielten, können eingeschlossen werden und gehören zur 1. Linie sofern die Progression > 12 Monate nach der letzten Therapie [für die Radiochemotherapie und die adjuvante Behandlung] oder > 12 Monate nach der letzten Operation [neoadjuvante Behandlung] aufgetreten ist. Bei allen anderen Patienten, die eine Cisplatin-basierte neoadjuvante und / oder adjuvante Chemotherapie erhielten und deren Transitionalzellkarzinom innerhalb der letzten 12 Monaten fortgeschritten ist, wird die Behandlung als eine Linientherapie betrachtet.

c) Messbare Läsionen/Tumore gemäß RECIST v1.1.

Ausschlusskriterien (Auszug)

a) ZNS-Metastasen in der Anamnese oder zum aktuellen Zeitpunkt.

b) Frühere systemische Behandlung mit mehr als zwei verschiedenen Chemotherapieansätzen (Sequentielle Chemotherpie, welche als Sequenz zur Optimierung der Therapieantwort geplant wurde, wird als ein Ansatz gezählt).

c) Frühere Behandlung mit einem anti-PD-1, anti-PD-L1, anti-PD-L2, anti-CD137 oder anti-CTLA-4 Antikörper oder jeglichem anderen Antikörper oder einem Medikament, welches spezifisch die T-Zell-spezifischen kostimulatorischen Signalwege oder „Checkpoint"-Signalwege beeinflusst.

d) Aktive oder aus der Anamnese bekannte oder vermutete Autoimmunerkrankung oder aus der Anamnese bekanntes Syndrom, das eine systemische Behandlung mit Kortikosteroiden (> 10 mg täglich Prednison-Äquivalent) oder immunsuppressiven Medikamenten erfordert, mit Ausnahme von Krankheitsbildern, bei denen kein Wiederauftreten in der Abwesenheit eines externen Auslösers erwartet wird. Patienten mit Vitiligo oder Typ-I-Diabetes mellitus oder residualer Hypothyreose aufgrund einer Autoimmunthyreoiditis, die lediglich eine Hormon-Ersatztherapie erhalten, können eingeschlossen werden.