Behandlungsmethoden

Minimalinvasive Verfahren - schonend und präzise

Mit großem Erfolg setzt die Klinik für Urologie auf minimal-invasive Behandlungsmethoden, die nur kleinste Einschnitte in die Haut oder die Organe erfordern. So hat sich die sogenannte Da Vinci-Methode, ein roboterassistiertes Operationsverfahren, das unter anderem zur Entfernung der Prostata (Prostatektomie) eingesetzt wird, bewährt. Hierbei steuert der Chirurg von einem Computerarbeitsplatz aus mit höchster Präzision Mikroinstrumente, die über maximal einen Zentimeter große Schnitte in das Innere des Körpers eingebracht werden. Der Operateur entscheidet und führt jeden Handgriff selbst durch, es erfolgt keine Programmierung.

Die Vorteile der Da-Vinci-Methode:

  • minimale Infektionsgefahr aufgrund des geschlossenen Operationsgebietes
  • geringer Blutverlust
  • kleine Operationsnarben
  • minimale Schmerzen
  • große Sicherheit in der Tumorkontrolle durch die stark vergrößerte Darstellung des Operationsgebietes
  • deutlich minimiertes Risiko einer verbleibenden Impotenz und Inkontinenz

Selbst schwere Operationen wie das Entfernen einer Niere (Nephrektomie) lassen sich dank dieser Methode für den Patienten deutlich schonender durchführen als bisher. Auch wenn es um das Entfernen bösartiger Nierentumore und die organerhaltende Behandlung von kleinen Nierentumoren geht, setzen wir auf das Da Vinci-Verfahren. Es ist außerdem in der rekonstruktiven Chirurgie von Anomalien des Nierenbeckens und des Harnleitersystems von unschätzbarem Wert.

Auch zur Entfernung von Harnsteinen wenden wir fast ausschließlich minimal-invasive Therapieverfahren an. Bei 10 Prozent der Patienten mit Steinerkrankungen ist die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) erfolgreich. Schonende Alternativen zur offenen Operation sind zudem die Perkutane Nephrolitholapaxie (PNL) und die Ureterorenoskopie (URS), die wir hauptsächlich in der Therapie des Harnsteinleidens einsetzen.