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KOMEET

Verbesserte Versorgungsqualität und Patientensicherheit durch Digitalisierung

Wofür KOMEET steht

Kontinuierliches, digital integriertes Monitoring patientenbezogener Daten und Nutzung zur sektorenübergreifenden Verbesserung der Versorgungsqualität, und Sicherheit in der Telemedizin kritisch kranker Patienten.

KOMEET ermöglicht den Erhalt und die Verbesserung der Versorgungsqualität, der Patientensicherheit in der klinischen und außerklinischen telemedizinischen Versorgung kritisch kranker Patientinnen und Patienten, auch unter der voranschreitenden Herausforderung des demographischen Wandels.

Hintergrund

In den meisten Krankenhäusern werden Patientendaten noch analog erfasst und verarbeitet. Das betrifft insbesondere die Verarbeitung von Labor-, Vital- und Behandlungsdaten aus denen relevante Behandlungsinformationen in Echtzeit abgeleitet werden könnten. Als Folge bleiben bis zu 75 Prozent der an akutem Lungenversagen Erkrankten und 30 Prozent der Sepsis-Fälle unerkannt und unzureichend behandelt. Dies könnte durch eine digitalisierte Behandlungsunterstützung behoben werden. Jedoch stehen hohe Investitionskosten einer Einführung und Realisierung des Verbesserungspotentials in der Fläche entgegen.

Ziele von KOMEET

Ziel ist es, patientenbezogene medizinische Daten aus dem Überwachungs-, Behandlungs- und Pflegeverlauf digital zu erfassen, zu vernetzen und damit Gesundheitstelematik in der Fläche nutzbar zu machen. Die innovative digitale Dokumentationslösung ermöglicht Qualitätssicherung, erhöht die Patientensicherheit und verbessert das Behandlungsergebnis. Die grundsätzlichen Fähigkeiten der mobilen KOMEET-Lösung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten werden sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich entwickelt.

Vorteile von KOMEET

  • Digitalisierung von analogen Daten direkt am Krankenbett
  • Vereinfachung der Dokumentation – strukturierte Datenerfassung mit kamerabasierter Dateneingabe
  • Benutzerfreundliche Bedienung mit gender- und altersspezifischen Benutzerschnittstellen
  • Frühere Diagnose und Therapie von lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Sepsis und Lungenversagen
  • Sektorenübergreifende Sicherstellung der Versorgungsqualität
  • Weiterentwicklung einer hersteller- und geräteunabhängigen Datenerfassung
  • Datenschutzkonforme zentrale Verfügbarkeit der Patienteninformationen
Intuitive Dateneingabe am Beispiel der Beatmungseinstellungen und der Blutkulturentnahme

Vorarbeiten

Im NRW-Förderprojekt TIM (Telematik in der Intensivmedizin) wurde gezeigt, dass durch Tele-Visiten das Behandlungsergebnis bei Intensivpatientinnen und -patienten verbessert werden kann. KOMEET vervollständigt das Bild der beratenden Telemedizinerinnen und Telemediziner und ermöglicht durch einen 24h-Vitaldatentransfer erstmals die automatisierte Auswertung und IT-gestützte Erstellung von Behandlungshinweisen. Die analogen Ansätze werden auf eine digitale Lösung über die Möglichkeiten der Fallakte+ insbesondere für den Bereich Intensivmedizin weiterentwickelt.

Projektleitung

Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care, Uniklinik RWTH Aachen

Projektverbund

  • Uniklinik RWTH Aachen
  • Philips GmbH Innovative Technologies Aachen
  • pixolus GmbH, Köln

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA
Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin, Sprecher des Telemedizinzentrums Aachen
Uniklinik RWTH Aachen
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
Tel.: 0241 80-80444
gmarx@remove-this.ukaachen.de

KOMEET ist ein im Leitmarktwettbewerb Gesundheit.NRW mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE.NRW) gefördertes Projekt (Laufzeit 01.03.2017 – 29.02.2020).

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