TELE-LVAD

Projekt-Hintergrund:

Telemedizin kann mit technischen Mitteln die Verfügbarkeit spezieller Expertise auch ortsunabhängig verfügbar machen. Sie ermöglicht eine Kooperation von qualifizierten Generalisten und von vor Ort nicht verfügbaren Spezialisten. Dies macht es unter anderem möglich, dass Patienten- im vorliegenden Fall Patienten mit kardialen Unterstützungssystemen wohnortnah eine hochspezialisierte Betreuung und Nachsorge erhalten. Telemedizin verbessert so die wohnortnahe Verfügbarkeit von medizinischem Spezialwissen und trägt zu einer besseren Lebensqualität bei. Durch wohnortnahe und engmaschigere Kontrolle können Komplikationen früher erkannt und behandelt werden und lange Anfahrts- und Transportwege für die betroffenen Patienten entfallen.

Das Projekt:

In der ersten Stufe des Projektes werden der Herzpark Mönchengladbach, die Klinik für Operative Intensivmedizin und die Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Uniklinik RWTH Aachen, die Infrastruktur zur telemedizinisch unterstützten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit mechanischen Herzunterstützungssystemen generieren und telemedizinische Versorgungsprozesse prototypisch definieren.

In der zweiten Ausbaustufe wird der Kreis der Akteure erweitert. Die Ergebnisse der ersten Stufe, der grundsätzlichen technologischen Etablierung und Evaluation des technischen Konzepts, werden aufgegriffen und an die Bedürfnisse der Kooperationspartner angepasst.

Projektziel:

Ziel ist es, ausgehend von den Ergebnissen dieses Pilotprojekts, die Erfahrungen zum Ausbau eines telemedizinischen Kooperationsnetzes zu nutzen und so die wohnortnahe Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzunterstützungssystemen und End-Stage Herzinsuffizienz in Essen, im Ruhrgebiet und Rheinland zu sichern und besser zugänglich zu machen.

Projektstatus:

Der Aufbau der rechtssicheren und von Datenschützern geprüften Infrastruktur wurde erfolgreich abgeschlossen. Derzeit finden regelmäßige Tele-Visiten zwischen dem Herzpark Mönchengladbach und der Telemedizinzentrale der Uniklinik RWTH Aachen statt.