So funktioniert die Blutspende

Ärmel hochkrempeln und los? Die wichtigsten Infos zu Verhalten, Zeitaufwand und Hintergründen der Blutspende

Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren (Erstspender bis 60 Jahre), der mindestens 50 kg wiegt, Blut spenden. Gründe, die Sie nur zeitlich begrenzt von der Blutspende zurückstellen, sind auf dem Fragebogen aufgeführt, den Sie vor der Blutspende ausfüllen müssen (beispielsweise Einnahme bestimmter Medikamente wie Aspirin, Auslandsreisen etc.). Es gibt auch dauerhafte Ausschlussgründe.

Eine Übersicht der Ausschlussgründe finden Sie hier. Bei Unklarheiten schauen Sie einfach vorbei oder schreiben Sie uns eine E-Mail an blutspendeukaachende. Wir besprechen das gerne mit Ihnen.

Zunächst nehmen die Mitarbeiter an der Anmeldung Ihre Daten auf. Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit. Im Anschluss füllen Sie einen Fragebogen aus. Er ist das wichtigste Instrument, um zu beurteilen, ob Sie für die Blutspende geeignet sind. Neben persönlichen Daten werden darin Auskünfte zu Gesundheit, Lebensstil, früheren Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Impfungen und Auslandsaufenthalten erfasst. Die Daten werden streng vertraulich behandelt. Im Anschluss folgt ein Gesundheitscheck: Per Fingerpiksen wird die Anzahl weißer Blutkörperchen und der Hämoglobingehalt des Blutes ermittelt, es werden Temperatur, Puls und Blutdruck gemessen. Danach folgt das ärztliche Gespräch. Ein Spendearzt bespricht mit Ihnen Ihren ausgefüllten Fragebogen und stellt die Spendetauglichkeit fest.

Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Informationspflichten gegenüber den Blutspender und den Patienten im Bereich der Arzneimittelherstellung gemäß Artikel 13 EU-DS-GVO

Aufgrund der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erhalten alle Spenderinnen und Spender sowie Patientinnen und Patienten bei ihrer ersten Spende bzw. bei ihrer ersten Behandlung nach dem 25. Mai 2018 im Blutspendedienst der Uniklinik RWTH Aachen eine Information gemäß Artikel 13 EU-DS-GVO. Bitte lesen Sie diese sorgfältig durch. Wenn Fragen bestehen, besprechen Sie diese mit dem behandelnden Arzt.

Information gemäß Artikel 13 EU-DSG-VO für Blutspender inkl. Eigenblutspender

Information gemäß Artikel 13 EU-DSG-VO für Patienten

Es gibt neben den verschiedenen Ausschluss- oder Rückstellungsgründen eventuell weitere Gründe, aufgrund derer wir Sie zeitlich von einer Blutspende zurückstellen müssen. Vor jeder Blutspende wird durch einen Blutspendearzt Ihre aktuelle Spendetauglichkeit festgestellt. Die Blutspende darf Sie selbst gesundheitlich keinesfalls gefährden. Ist dies sichergestellt, beurteilt der Blutspendearzt die Zulassung zur Blutspende anhand Ihrer Angaben im Hinblick auf den Schutz der Gesundheit des Blutempfängers. Die Nichtzulassung zur Spende erfolgt also nur aus medizinischen und sicherheitsrechtlichen Erwägungen und bedeutet keine Diskriminierung von spendewilligen Personen oder Bevölkerungsgruppen. Deshalb, und damit Ihr gespendetes Blut nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch wirklich sicher ist und Leben retten kann, muss jedes Mal die schriftliche Befragung stattfinden. Die Richtigkeit Ihrer Angaben müssen Sie durch Ihre Unterschrift bestätigen.

Beantworten Sie nur das, was Sie wissen, und klären Sie alle offenen Fragen im Gespräch mit Ihrem Arzt. Die Spendererklärung ist ein Dokument, das Sie bitte sehr sorgfältig und gewissenhaft ausfüllen müssen. Es wird 30 Jahre lang unter Einhaltung des Datenschutzes aufbewahrt.

Sofern die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass mit Ihren Blutwerten etwas nicht stimmt, informiert Sie das Blutspendeteam umgehend darüber. Datenschutz und ärztliche Schweigepflicht haben hierbei selbstverständlich höchste Priorität.

Sofern Sie der Blutspendearzt zur Blutspende zugelassen hat, legen Sie sich im Spenderaum auf eine bequeme Liege. Dort desinfiziert eine Fachkraft Ihre Ellenbeuge und entnimmt mit einer sterilen Einmal-Venenkanüle aus einer geeigneten Armvene das Blut. Sie spüren nur einen kleinen Piks, so wie Sie es von der Blutabnahme bei Ihrem Hausarzt kennen. Nach der Blutspende legt die Fachkraft einen Wickelverband an. Im Anschluss sollten Sie sich noch circa 30 Minuten in der Blutspende aufhalten, um zu schauen, ob Ihr Kreislauf die Spende gut vertragen hat.

Bis auf einen Piks tut die Blutspende nicht weh. Die meisten Blutspender vertragen eine Spende gut, dennoch gibt es einige statistische Risiken, auf die wir Sie hinweisen müssen. Sie finden diese hier und erhalten Sie in Papierform bei jeder Spende.

Das ist von der Art der Blutspende abhängig. Bei einer Vollblutspende wird das „Vollblut“ (ca. 450 ml) in ein Einmal-Beutelsystem entnommen und anschließend in verschiedene Bestandteile getrennt. Der eigentliche Blutspendevorgang dauert etwa fünf bis 20 Minuten. Bitte planen Sie bei der Vollblutspende circa 60 bis 90 Minuten (mit Wartezeit) ein.

  • Gehen Sie bitte nicht zur Spende, ohne in den letzten sechs Stunden gegessen zu haben. Vermeiden Sie dabei stark fetthaltige Speisen.
  • Trinken Sie vor der Spende mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit (kein Kaffee oder Alkohol). Auch nach der Spende das Trinken nicht vergessen!
  • Bitte vermeiden Sie Alkohol und Nikotin vor der Blutspende und Alkohol auch eine gewisse Zeit nach der Blutspende.
  • Tragen Sie den Wickelverband nach der Blutspende bitte für mindestens vier Stunden. Tragen und heben Sie mindestens sechs Stunden lang keine schweren Gegenstände mit dem Spenderarm.
  • Bis zum Verlassen des Blutspendedienstes sollten Sie mindestens 30 Minuten warten.
  • Warten Sie zwölf Stunden, bevor Sie einen Beruf oder ein Hobby ausüben, bei dem Sie durch einen Schwächeanfall sich und andere gefährden könnten. Kreislaufbelastende Tätigkeiten (zum Beispiel ein Saunabesuch) werden für die ersten 24 Stunden nach der Blutspende nicht empfohlen.

Sollten nach der Blutspende innerhalb der nächsten Wochen Erkrankungen, insbesondere Infektionen (zum Beispiel Fieber, Durchfall, Gelbsucht etc.), auftreten, benachrichtigen Sie bitte umgehend den Blutspendedienst:

Tel.: 0241 80-89494
(nachts und am Wochenende: 0241 80-89328)

Der Blutverlust durch eine Blutspende wird nach der Entnahme in der Regel in der nachstehenden Reihenfolge ausgeglichen:

  • Kreislaufregulation innerhalb von 20 Minuten
  • Flüssigkeitsausgleich innerhalb von zwei Stunden
  • Plasmaeiweißersatz innerhalb von zwei Tagen
  • Ersatz von roten Blutkörperchen innerhalb von zwei Wochen
  • Eisenverlustausgleich innerhalb von zwei Monaten (bei Frauen dauert es eventuell länger)

Der Mindestabstand zwischen zwei Vollblutspenden (circa 450 ml) beträgt für Männer 60 Tage und 90 Tage für Frauen. Die jährlich entnommene Blutmenge darf 2.000 ml bei Frauen (maximal vier Spenden) und 3.000 ml bei Männern (maximal sechs Spenden) nicht überschreiten.

Ja, Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung. Aber: In erster Linie geht es darum, anderen Menschen zu helfen. Das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, kann Ihnen keine Aufwandsentschädigung geben.

Wer gleich doppelt Gutes tun möchte, kann seine Aufwandsentschädigung an diegemeinnützige Stiftung Universitätsmedizin Aachen spenden. Diese fördert zum Beispiel Projekte in den Bereichen Kinderkardiologie/Kinderherzchirurgie und in der Krebsmedizin. Mehr Infos: www.stiftung-universitaetsmedizin-aachen.de.

Bei Rückfragen senden Sie uns gerne eine E-Mail an blutspendeukaachende oder rufen Sie das Infotelefon unter 0241 80-80000 an (zu den Öffnungszeiten besetzt).