+++ Streikauswirkungen seit Anfang Mai 2022 +++

Die Gewerkschaft ver.di hat bis zum 08. Juli 2022 (Stand: 30.06.2022) an den Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen und damit auch an der Uniklinik RWTH Aachen zu größeren Streikmaßnahmen aufgerufen. Hintergrund ist der aktuelle Anspruch der Gewerkschaft, beim Arbeitgeberverband des Landes Nordrhein-Westfalen (AdL NRW) einen „Tarifvertrag Entlastung“ für alle sechs nordrhein-westfälischen Unikliniken zu erwirken. Der Verhandlungsaufruf richtet sich also nicht an die Uniklinik RWTH Aachen selbst.

Folgende Stationen werden aktuell bestreikt: 

  • NE 01/02
  • OIM 6/7
  • IM 08
  • GG 03
  • Strahlentherapie
  • Urologie
  • KI 01 – der Reduzierung um zwei Betten wurde seitens der Uniklinik RWTH Aachen widersprochen
  • NE 07
  • IMC/IM19
  • PS01
  • PS06
  • CH02

Folgen des Streiks

Seit Streikbeginn sind in der Uniklinik RWTH Aachen rund 1.000 Operationen (Stand: 13. Juni) ausgefallen, betroffen sind Operationen aller Fachgebiete. Aktuell finden ausschließlich dringliche Operationen statt. Auch auf den Normalpflege- und Intensivstationen sind die Auswirkungen deutlich spürbar. Es kommt zu erheblichen Verzögerungen bei ambulanten und geplanten stationären Behandlungen. Betroffene Patientinnen und Patienten werden bei einer Verschiebung immer direkt von den Behandlungsteams informiert.

NRW-Unikliniken haben Vorschlag zur direkten Entlastung der Pflege vorgelegt

Die NRW-Unikliniken sind um eine schnelle Lösung und ein Ende der aktuellen Streikmaßnahmen bemüht. Mit dem Ziel einer nachhaltigen Entlastung der Pflege haben die Unikliniken daher am 10. Juni in Gesprächen mit der Gewerkschaft ver.di ein Konzept vorgestellt, das die Pflegekräfte in der direkten Patientenversorgung einfach, unbürokratisch und fair bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe unterstützt. Weitere Informationen zum Konzept finden Sie hier.