Frau Shmalia, am 20. Juni 2026 findet der 5. Jahreskongress der Onkologischen Pflege in Aachen unter dem Motto „Beyond Survival – Lebensqualität im Fokus“ statt. Warum ist die Wahl auf dieses Motto gefallen?
Jasmin Shmalia: Mit dem Motto „Beyond Survival – Lebensqualität im Fokus“ bringt die Interdisziplinäre Onkologische Projektgruppe (IOP) der Onkologischen Pflege am CIO ABCD das zentrale Anliegen des 5. Jahreskongresses der Onkologischen Pflege präzise auf den Punkt: In der modernen Onkologie steht längst nicht mehr nur das Überleben im Mittelpunkt. Dank medizinischer Innovationen können viele Patientinnen und Patienten heute deutlich länger leben. Unsere Aufgabe als Pflegende ist es, sie auf diesem Weg mit möglichst viel Lebensqualität, Stabilität und Zuversicht zu begleiten.
Was erwartet die Teilnehmenden konkret im Programm?
Jasmin Shmalia: Die Teilnehmenden erwartet ein vielseitiges, fachlich fundiertes und praxisnahes Programm im Center for Teaching and Training CT². Inhaltlich spannen wir einen weiten Bogen: Mit dem Vortrag „Eine Tomate?! – Fünf Botschaften über Lebensqualität im Krankenhaus“ von SWR-Journalist Max Lotter wird ein ungewöhnlicher, journalistischer Blick auf das Thema Lebensqualität geworfen. Der Aspekt des Survivorship, also Lebensqualität nach einer Krebserkrankung, wird von Samira Steffens aus psychologischer Perspektive beleuchtet. Prof. Dr. Fabian Beier stellt den klinischen Nutzen einer CAR-T-Zell-Therapie und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität vor. Außerdem bieten Workshops und mehrere Fachvorträge vertiefende Einblicke, etwa zum Konzept „Total Pain“ in der täglichen Arbeit, zur Unterstützung bei der Adhärenz für eine bessere Lebensqualität, zur Frage der neutropenischen Diät nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation sowie zur Implementierung einer ambulanten onkologischen Pflegesprechstunde. Ergänzt wird das Programm durch aktive Pausen, Austauschmöglichkeiten und eine abschließende Staffelstabübergabe von Petra Reiß aus unseren Reihen an Eva Schneider aus der Uniklinik Köln.
Warum sollte man aus Ihrer Sicht unbedingt teilnehmen?
Jasmin Shmalia: Weil die IOP einen tollen Kongress auf die Beine gestellt hat, dafür danke ich dem Team ganz herzlich! Der Kongress ist keine reine Fortbildungsveranstaltung, sondern eine Einladung, unsere Pflegekompetenz in der onkologischen Versorgung neu zu reflektieren. Lebensqualität entsteht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis professioneller Haltung, fundierten Wissens und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Wer in der onkologischen Pflege tätig ist, erhält hier konkrete Impulse für die eigene Praxis, evidenzbasierte Ansätze und wertvolle Anregungen für innovative Versorgungsmodelle. Gleichzeitig bietet der Kongress eine hervorragende Gelegenheit zum Netzwerken mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Einrichtungen. Ich bin überzeugt: Wer Pflege nicht nur als Versorgung, sondern als Begleitung von Menschen in einer existenziellen Lebensphase versteht, wird aus diesem Tag Inspiration, Motivation und fachliche Stärke mitnehmen. Für die Teilnahme erhalten die Besucherinnen und Besucher sechs Fortbildungspunkte im Rahmen der Registrierung beruflich Pflegender. Das ist ein zusätzlicher Mehrwert neben dem fachlichen Input.
Organisatorisches auf einen Blick:
- Veranstaltungsort: Center for Teaching and Training CT², Forckenbeckstraße 71, 52074 Aachen
- Veranstalter: Krebszentrum – Centrum für Integrierte Onkologie (CIO ABCD)
- Fortbildungspunkte: 6 Punkte (Registrierung beruflich Pflegender
- Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten. Bei Rückfragen zur Veranstaltung wenden Sie sich gerne an Jana Schruff (schruff@art-tempi.de, 0221 / 272 359 782).
- Weitere Infos zur interdisziplinären onkologischen Projektgruppe (IOP) Onkologische Pflege im CIO: https://krebszentrum-cio.de/krebs-behandlung/iops/iop-onkologische-pflege



