Klinik für Kardiologie nutzt neuste Technologien zur Behandlung von Vorhofflimmern

Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. med. Michael Gramlich haben Mitarbeitende der Sektion Rhythmologie (Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin; Med. Klinik I) erstmals Behandlungen mit zwei neuen Ablations-Technologien durchgeführt. „Varipulse Pro“ und „Affera™“ werden hauptsächlich gegen Vorhofflimmern eingesetzt. Somit ist die Uniklinik RWTH Aachen das erste Haus in der Region, welches diese hochmodernen Verfahren anbietet. 

Vorhofflimmern, kurz VHF, ist die weltweit häufigste Herzrhythmusstörung. Unbehandelt vermindert die Störung nicht nur die Lebensqualität, sondern führt auch sehr häufig zu weiteren kardiovaskulären Komplikationen, bis hin zum Tod. Mit den beiden neuen Ablationssystemen „Varipulse Pro“ und „Affera™“ kann VHF an der Uniklinik RWTH Aachen jetzt noch effizienter behandelt werden. 

Varipuls Pro: Schnell und schonend

Der „Varipulse Pro“-Katheter ist ein spiralförmiger Ablationskatheter, dem die sogenannte Pulsed-Field-Technologie zugrunde liegt, eine Ablation durch starke elektrische Felder. Das Verfahren bietet neben einer sehr hohen Effektivität eine noch höhere Sicherheit für Patientinnen und Patienten. Mit einer durchschnittlichen Zeit von circa vier Sekunden pro Ablation sticht vor allem die Geschwindigkeit der Methode heraus, wodurch zusätzlich klinische Abläufe optimiert werden.

Affera™: Vielseitig einsetzbar

Zudem haben Prof. Gramlich und sein Team die ersten Eingriffe mit dem Affera™-System vorgenommen. Hierbei wird ein „large footprint“-Katheter verwendet, mit dem besonders effektiv große und tief ins Gewebe gehende Läsionen, sowohl mit pulsed-field Energie als auch mit klassischer thermischer Energie (Radiofrequenz-Energie), erzeugt werden können. „Durch die unterschiedlichen Energiequellen sowie Mapping-Funktionen kann die Behandlung individuell an den Patienten oder die Patientin angepasst werden, und ist daher auch für besonders komplexe Rhythmusstörungen sehr gut geeignet“, erklärt Prof. Gramlich. 

Mit den beiden neuen Ablationsverfahren erweitert die Sektion Rhythmologie der Uniklinik RWTH Aachen ihr Spektrum moderner und schonender Behandlungsmethoden und bestärkt ihre Vorreiterrolle auf diesem Gebiet.

Das Team nach der ersten Ablation mit einem Varipuls Pro-Katheter
Das behandelnde Team nach dem ersten Einsatz des Affera-Ablationssystems

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