AZ-Forum zur Plastischen Chirurgie: Weit mehr als Schönheitschirurgie

Plastische Chirurgie ist weit mehr als reine Schönheitschirurgie. Wie vielschichtig und hochspezialisiert dieses medizinische Fachgebiet ist, erläuterten Univ.-Prof. Dr. med. Justus P. Beier, Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie an der Uniklinik RWTH Aachen, und Dr. med. Deborah Scherkamp, Assistenzärztin in Weiterbildung, im Gespräch mit Bernd Büttgens beim AZ-Forum am 11. Juni im Mediahuis Aachen. 

Im Mittelpunkt des Abends stand die plastisch-rekonstruktive Chirurgie, deren Aufgabe es ist, Menschen nach Unfällen, schweren Erkrankungen oder Verbrennungen zu helfen und verloren gegangene Funktionen wiederherzustellen. Auch die hochspezialisierte Handchirurgie ist ein fester Bestandteil dieses Fachgebiets. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Versorgung von schwerbrandverletzten Patientinnen und Patienten. Bundesweit sichern 19 Schwerbrandverletztenzentren die Behandlung dieser Patientengruppe. Zu ihnen zählt auch das Zentrum für Schwerbrandverletzte an der Uniklinik RWTH Aachen, das in der Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie verankert ist. Neben der ästhetischen Chirurgie, bei der es oftmals nicht nur um das äußere Erscheinungsbild, sondern auch um große seelische Belastungen geht, spielt die Lebensqualität eine große Rolle. „Unser Ziel ist es, Menschen nach oft sehr belastenden Krankheitsverläufen wieder Selbstständigkeit und Zuversicht zu ermöglichen“, betonte Prof. Beier. Darüber hinaus engagiert sich die Klinik stark im Bereich Innovation und Forschung. Mikrochirurgische Verfahren und robotergestützte Systeme eröffnen zusätzliche Möglichkeiten in der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie. Dr. Deborah Scherkamp gewährte zudem Einblicke in ihren klinischen Alltag und berichtete darüber, wie sie als Teilnehmerin des „Clinician Scientist“-Programms Patientenversorgung, wissenschaftliche Forschung und Weiterbildung miteinander verbindet. Das Publikum nutzte die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. 

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