Uniklinik startet Bau des Parkhaus Süd

Das größte Krankenhausgebäude Europas, die Uniklinik RWTH Aachen, bekommt ein eigenes Parkhaus. Die vorbereitenden Maßnahmen für die 1.349 Stellplätze auf neun Parkebenen sind am 23. März gestartet. Die Fertigstellung ist für Herbst 2021 geplant. Das Parkhaus ist ein weiterer Schritt für die Bauarbeiten im Rahmen des Medizinischen Modernisierungsprogramms des Landes NRW (MedMoP). Vorbereitet wurde und weiterhin begleitet wird die Baumaßnahme durch die ukafacilities GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Uniklinik RWTH Aachen.

Das Thema Parken spielt in der Uniklinik RWTH Aachen seit jeher eine große Rolle. Nachdem mit der Einführung der Bewirtschaftung mit der Aachener Parkhausgesellschaft (APAG) im Jahr 2013 für einige Zeit Abhilfe geschaffen werden konnte, ist der Bedarf an weiteren Parkflächen stetig gewachsen. „Nach dem erfolgreichen Ausbau der Kullenhofstraße freuen wir uns nun, nach einigen Hürden endlich mit dem Parkhausbau beginnen zu können. Somit schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen für die anstehenden großen und zukunftsweisenden Bauprojekte der Uniklinik“, sagt Peter Asché, Kaufmännischer Direktor der Uniklinik RWTH Aachen. Insgesamt gehen täglich rund 12.000 Personen in der Uniklinik ein und aus. Viele Beschäftigte und Besucherinnen und Besucher reisen mit dem eigenen PKW an, vor allem in den Wintermonaten – dann reichen die jetzigen 2.100 Stellplätze nicht mehr aus. Hier soll das neue Parkhaus, das als Solitär den Eingang zum neuen „Campus Uniklinik“ markieren wird, künftig für Entspannung sorgen.

Eckdaten des neuen Parkhauses

Das Parkhaus Süd wird auf dem ehemaligen Gelände des Studierendenwerks gegenüber des Personalwohnheims und neben dem Studentenwohnheim der RWTH Aachen University errichtet. Das Gebäude wird 145,20 Meter lang, zwischen 24 und 39 Meter breit und circa 25 Meter hoch sein, die Bruttofläche eines Geschosses liegt bei 40.000 Quadratmetern. Insgesamt gibt es acht Geschosse mit neun Parkebenen, auf denen 1.349 Autos Platz finden. „Das neue Parkhaus kann man sich vorstellen wie eine geschlossene Großgarage mit einer freien Lüftung. Die Fassade wird mit farbigen, dreidimensionalen Metallpaneelen gestaltet“, erklärt der Kaufmännische Direktor.

Die Erschließung des neuen Parkhauses wird über die beiden vorgelagerten Kreisverkehre unmittelbar vom Pariser Ring erfolgen. „Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung in den Spitzenstunden erachten wir eine Erschließung des Gebäudes über je eine Ein- und Ausfahrtsspindel als notwendig. Zur reibungslosen Abwicklung des Parksuchverkehrs wird das Gebäude außerdem mit einem Parkleitsystem ausgestattet“, führt Peter Asché aus. Die Fußgängererschließung führt den Besucher zunächst kreuzungsfrei, das heißt ohne Querung und Kreuzung des Parkverkehrs, zur nordwestlichen Gebäudeecke in Ebene E. Von hier wird der Besucher über eine Eckbetonung ins Gebäude geführt.

Bei der Planung haben die Vertreter der Uniklinik und der ukafacilities GmbH auch die Themen Nachhaltigkeit und Lärmschutz bedacht. „In einer ersten Ausbaustufe ist das Parkhaus mit 16 Ladeplätzen für E-Mobilität vorgesehen, mit der Option, diese Anzahl in zwei weiteren Ausbaustufen auf insgesamt 46 Ladeplätze auszubauen. Mit Blick auf die angrenzenden Wohnheime war uns der Lärmschutz wichtig. Die Gebäudefassade wird in Teilen eine schalldämmende Wirkung haben, sodass die Lärmgrenzwerte insbesondere in den späten Abend- und frühen Morgenstunden nicht überschritten werden“, verspricht Peter Asché.

Vorbereitende Maßnahmen gestartet

Da das Gebäude schräg gegenüber der Uniklinik halbseitig im Hang eingelassen wird, muss im westlichen Grundstücksbereich eine geböschte Baugrube mit circa 4,50 Meter Tiefe ausgehoben werden. Zudem müssen die Arbeiter zur Herstellung der Baugrube die vorhandene Vegetation, den bestehenden Parkplatz des Studierendenwerks sowie die vorhandene Grundleitung inklusive Lamellenklärer abbrechen. Diese Bauarbeiten werden aktuell durchgeführt. In einem nächsten Schritt werden die Ersatzbauten für das Studierendenwerk mit einem Müllstandort und einer Doppelgarage errichtet, bevor dann im August dieses Jahres der Parkhausbauer seine Arbeit aufnimmt.

Freuen sich, dass es losgeht: (v. l.) Peter Asché, Kaufmännischer Direktor der Uniklinik RWTH Aachen, Andrés Pastor, Geschäftsführer der ukafacilities GmbH, Dipl.-Ing. Christiane Jansen, Leiterin Stabsstelle Strategisches Baumanagement.

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