Am 8. Januar 2026 eröffnete die Uniklinik RWTH Aachen das neue Zentrum für kardiorenale Medizin. Mit einem „Herz-Nieren-Tag“ stellten die Medizinische Klinik I (Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin) und die Medizinische Klinik II (Nieren- und Hochdruckkrankheiten, rheumatologische und immunologische Krankheiten) ihr gemeinsames, interdisziplinäres Versorgungskonzept vor.
Das neue Zentrum geht aus der bisherigen Herz-Nieren-Station hervor und bietet Patientinnen und Patienten mit gleichzeitigen Herz- und Nierenerkrankungen sowie schwerem Bluthochdruck eine noch engere, fachübergreifende Betreuung. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren in unserer Herz-Nieren-Station wertvolle Erfahrungen gesammelt. Dieses Wissen fließt nun in den Aufbau eines Zentrums für Herz-Nieren-Medizin ein“, erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Rafael Kramann, Direktor der Medizinischen Klinik II. Das Zentrum verbindet moderne Medizintechnik mit der gebündelten Expertise beider Fachrichtungen.
Auch Univ.-Prof. Dr. med. Nikolaus Marx, Direktor der Medizinischen Klinik I, unterstreicht den Mehrwert des neuen Angebots: „Viele Patientinnen und Patienten leiden gleichzeitig an Herz- und Nierenerkrankungen. Mit dem neuen Zentrum bündeln wir die Expertise beider Fachrichtungen noch enger und können so eine maßgeschneiderte Behandlung anbieten.“
Strukturelle Änderung schafft besseren fachübergreifenden Austausch
Ein zentrales Element des neuen Zentrums bildet ein neu gegründetes interdisziplinäres Board. In diesem beraten Expertinnen und Experten aus Kardiologie und Nephrologie regelmäßig gemeinsam über komplexe Krankheitsbilder, etwa bei schwerem Bluthochdruck oder dekompensierter Herzinsuffizienz. Der strukturierte Austausch fördert schnelle Entscheidungen und stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit im klinischen Alltag.
Zur Eröffnungsfeier am Mittag waren neben den Mitarbeitenden beider involvierten Kliniken auch der Ärztliche Direktor Univ.-Prof. Dr. med. Joachim Windolf und der Kaufmännische Direktor Dr. Eibo Krahmer anwesend. Journalisten des WDR begleiteten das Event mit einem Kamerateam. Bei Getränken und Gesprächen erhielten die Anwesenden Einblicke in die Struktur, die medizinischen Schwerpunkte und die Ziele des neuen Zentrums.











