Auszeichnung für den besten Vortrag bei der Channelopathy Conference 2026 in Marrakesch

Marie Mehlfeldt, Medizinstudentin am Institut für Neurophysiologie unter der Leitung von Prof. Lampert sowie am Institute for Computational Biomedicine and Disease Modelling mit Fokus auf Phasenübergänge zwischen Phänotypen, geleitet von Prof. Stiehl, wurde mit dem „Oral Presentation Award“ der Channelopathy Conference 2026 ausgezeichnet. Die Konferenz fand vom 25. bis 29. März 2026 in Marrakesch, Marokko, statt.

In ihrem Vortrag präsentierte Marie Mehlfeldt neue Erkenntnisse zur Paroxysmal Extreme Pain Disorder (PEPD), einer seltenen genetischen Schmerzerkrankung, die durch Mutationen im Natriumkanal Nav1.7 verursacht wird. Diese Mutationen verstärken sogenannte resurgent Ströme und erhöhen dadurch die Erregbarkeit von Neuronen der Schmerzbahn – insbesondere bei niedrigeren Temperaturen. 

Durch die Kombination temperaturabhängiger automatischer Patch‑Clamp‑Messungen mit mathematischen Modellierungsansätzen konnte Marie Mehlfeldt zeigen, wie sich krankheitsrelevante Nav1.7‑Varianten auf das elektrische Verhalten von Nervenzellen auswirken. Die Modelle liefern mechanistische Erklärungen dafür, warum Betroffene bereits auf milde Reize wie Berührung oder Kälte mit extremen Schmerzreaktionen reagieren. 

Die Channelopathy Conference 2026 fand erstmals auf dem afrikanischen Kontinent statt und brachte über 100 internationale Forschende aus der Channelopathy‑Community zusammen. Wir gratulieren Marie Mehlfeldt herzlich zu dieser wohlverdienten Auszeichnung. 

Marie Mehlfeldt, Preisträgerin (links) und Nadine Ortner, Organisationskomitee (rechts)

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