Verbrennungs- und Narbenchirurgie

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,
sehr geehrte Damen und Herren,

in unserer Spezialsprechstunde Verbrennungs- und Narbenchirurgie werden erworbene Erkrankungen und Deformitäten durch Verbrennungen sowie alle Arten von Narbenbildungen behandelt. Unsere Klinik ist als eines von nur 36 Verbrennungszentren in Deutschland hochspezialisiert auf die Erst- und Weiterbehandlung von Verbrennungen.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über Verbrennungsverletzungen, die Erstversorgung und Behandlung von Verbrennungsopfern sowie spätere Korrekturmöglichkeiten von Verbrennungsfolgen in unserer Klinik.

Unsere Spezialsprechstunde für Verbrennungs- und Narbenchirurgie finden Sie hier.

Eine Informationsbroschüre „Verbrennungs- und Narbenchirurgie“ finden Sie hier zum Herunterladen.

Verbrennungschirurgie

Bei tiefen Verbrennungen, das heißt, wenn eine spontane Hautregeneration nicht zu erwarten ist, muss möglichst früh mit der Entfernung der toten Hautareale begonnen werden. Im günstigsten Fall müssen dabei nur Haut und gegebenenfalls Teile der Unterhaut entfernt werden. Bei schweren Verbrennungen müssen jedoch auch Fett- und Muskelgewebe entfernt werden.

Sind die Verbrennungen tief und zirkulär, kann die Durchblutung durch die Gewebeschwellung eingeschränkt werden. Wenn diese Areale bei Aufnahme nicht entfernt werden können, müssen Entlastungsschnitte (Escharotomie) gelegt werden.

Nach Entfernung der verbrannten Schichten und Erreichen eines geeigneten Untergrundes kann die Wunde bestenfalls direkt mit eigener Haut gedeckt werden. Dabei wird ein gesundes Stück Haut in einer Dicke von circa 0,3 mm abgetragen und gitterförmig ausgedehnt (Meshgraft).

Im Gesicht und an den Händen wird die Haut ohne vorherige Ausdehnung (Expansion) aufgebracht. Die Entnahmestellen heilen in der Regel problemlos ab.

Wenn eine endgültige Versorgung der Wunden zum Operationszeitpunkt nicht möglich ist, kann man mit temporären Hautersatzverfahren einen Wundverschluss erreichen. Dabei werden Fremdhaut, Schweinehaut oder moderne Hautersatzprodukte verwendet.

Ist eine großflächige Hautentnahme zur Spalthauttransplantation nicht möglich, besteht die Option, dem Patienten ein kleines Stück gesunder Haut zu entnehmen und daraus isolierte Zellen im Labor zu vermehren. Nach circa zwei Wochen können mit der sogenannten autologen Keratinozytentransplantation große Wundareale bedeckt werden.

Die neugebildete oder transplantierte Haut ist oft empfindlich gegenüber Belastungen, farblich auffällig oder zieht sich im Laufe von Monaten und Jahren oft zu störenden Narben zusammen. Weitere Operationen zur Korrektur sind deshalb häufig erforderlich. Näheres dazu finden Sie auf den folgenden Seiten.

Um fehlende Unterhaut zu ersetzen und damit eine bessere Hautstabilität zu erzielen, verwendenwir in unserer Klinik bei ausgewählten Fällen spezielle Dermisersatzverfahren.