Gemeinschaftsprojekt von Kollegen aus Aachen, Tübingen und Freiburg

Mittels Diffusions-Tensor- Bildgebung konnte für den Fall der Grundrechenart Addition gezeigt werden, dass zwei räumlich deutlich unterschiedene Bereiche im Gehirn beteiligt sind

Die Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Hirnanatomie und Hirnfunktion bei der Bearbeitung kognitiver Anforderungen hat sich häufig auf kortikale Hirnareale konzentriert. Ebenso relevant sind aber auch die Faserverbindungen zwischen u. U. weit auseinander liegenden Hirnarealen, deren Zusammenarbeit für bestimmte kognitive Leistungen essentiell ist. In einem Gemeinschaftsprojekt von Kollegen aus Aachen, Tübingen und Freiburg konnte zum ersten mal mit einer recht neuen Methode des Nachweises von Faserverbindungen im Hirn mittels sogenannter Diffusions-Tensor- Bildgebung für den Fall der Grundrechenart Addition ein- und mehrstelliger Zahlen gezeigt werden, dass bereits ab einem nicht sehr hohen Komplexitätsgrad von Aufgaben zwei räumlich deutlich unterschiedene Pfade (dorsal und ventral) der Informationsübermittlung im Gehirn beteiligt sind und trotz der räumlichen Trennung in integrierter Weise zur Aufgabenlösung beitragen.

Klein E, Moeller K, Glauche V, Weiller C, Willmes K (2013) Processing pathways in mental arithmetic—Evidence from probabilistic fiber tracking. PloS ONE 8(1): e55455. doi:10.1371/journal.pone.0055455

http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0055455

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