Sektion Medizintechnik

Die Sektion Medizintechnik der Klinik für Anästhesiologie befasst sich mit der Erforschung und Entwicklung innovativer Systeme und Konzepte der Patientenversorgung.

In den letzten Jahren und Jahrzenten wurde der anästhesiologische Arbeitsplatz mit einer Vielzahl von technischen Geräten ausgestattet mit dem Ziel der optimalen Patientenversorgung. In der Tat führte die klinische Etablierung innovativer medizinscher Geräte zu einer Verbesserung der Patientensicherheit, der Versorgungsqualität und zu ökonomischen Vorteilen. Durch den kontinuierlichen technologischen Fortschritt, insbesondere im Bereich der Automatisierung und der modernen Kommunikationstechnik, entstehen laufend neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen für medizinisch bzw. klinisch motivierte Innovationen.

Auch in der Notfall- und Katastrophenmedizin können High-Tech-Strategien genutzt werden, um die Einsatzkräfte in den besonderen Einsatzlagen zu unterstützen, die vielfältigen medizinisch-taktischen Herausforderungen zu meistern.

Vier aus unserer Sicht ganz wesentliche Aspekte für alle Teilbereiche der Anästhesiologie (Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie) sind in diesem Zusammenhang:

  • Innovative (z.B. berührungslose oder unmerkliche) Sensorik
  • Vorteile durch Vernetzung und Integration (z.B. Medizingeräte untereinander oder mit übergeordneten IT-Systemen, mehrere Krankenhaus-Einheiten oder Kliniken miteinander, Benchmarking, notfallmedizinische MANV-Konzepte, etc.)
  • Telemedizin (z.B. Telekonsultation eines Telenotarztes durch den Rettungsdienst, Supervision von Assistenzärzten durch einen Oberarzt, etc.)
  • Datensammlung und -interpretation („Big Data“-Konzepte, Konzepte zur Aggregation und Konsolidierung von Daten, intelligente Alarmierungskonzepte, Decision Support Systeme, etc.)

Die genannten Aspekte haben für viele Forschungsschwerpunkte eine hohe Relevanz. Innerhalb unserer interdisziplinären Sektion werden themenassoziierte Projekte gebündelt und koordiniert. Dabei arbeiten Ingenieure, Informatiker und Mediziner eng zusammen. In Kooperation mit verschiedenen Lehrstühlen der RWTH und externen (nationalen und internationalen) Partnern werden Synergien und Vernetzungen ermöglicht.