Service

In unserem Online‑Lexikon erklären wir medizinische Begriffe aus der Gynäkologie verständlich und übersichtlich. So können Sie schnell nachschlagen, wenn im Gespräch oder Befund Fragen offenbleiben.
Ergänzend finden Sie sorgfältig ausgewählte Literaturempfehlungen zu verschiedenen Themen rund um Frauengesundheit

Literatur

  • Body Drama. Nancy Amanda Redd. Verlag: vgs egmont (antiquarisch)
  • Das weibliche Gehirn. Louann Brizendine. Verlag: Hoffmann & Campe
  • Das männliche Gehirn. Louann Brizendine. Verlag: Hoffmann & Campe
  • Make Love- Ein Aufklärungsbuch. A.-M. Henning. Verlag: Rogner & Bernhard
  • Make more Love- Aufklärungsbuch für Erwachsene. A.-M. Henning. Verlag: R & B
  • Gleich und anders - Eine globale Geschichte der Homosexualität. R. Aldrich. Verlag: Murmann
  • Think Love - Das indiskrete Fragebuch. Ulrich Clement. Verlag: Rogner & Bernhardt
  • Guter Sex trotz Liebe: Wege aus der verkehrsberuhigten Zone. U. Clement. Verlag: Rogner & Bernhard
  • Sex out Und die Kunst, neu anzufangen. Wilhelm Schmid. Verlag: Insel
  • Liebe, Sex und noch viel mehr: Für Mädchen. C. Bosbach, E. Rauffauf
  • Überlebensbuch Brustkrebs. U. Goldmann-Posch, R. Rosa Martin. Verlag: Schattauer
  • Gelassen durch die Kinderwunschzeit. Birgit Zart. Verlag: Ariston
  • Ein Kind entsteht- Der Bildband. Lennart Nilsson. Verlag: Mosaik
  • Meine Schwangerschaft: Tag für Tag.... Silvia Höfer. Verlag: Gräfe und Unzer
  • Der wunderbare Weg ins Leben. Rainer Jonas. Verlag: Südwest
  • Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren. R.Largo. Verlag Piper
  • Kinderjahre. Remo H. Largo Verlag Piper
  • Nein aus Liebe: Klare Eltern, starke Kinder. Jesper Juul. Verlag: Beltz
  • Mann und Vater sein. Jesper Juul. Verlag: Herder GmbH
  • Pubertät- wenn Erziehen nicht mehr geht. Jesper Juul. Verlag: Kösel
  • Kompass Wechseljahre. Dr. A. Schwenkhagen, Dr. K. Schaudig. Verlag: Knaur
  • Gute Hoffnung, jähes Ende. Fehlgeburt, ... und Verluste. H. Lothrop. Verlag: Kösel
  • Lebensstufen. Julian Barnes. Verlag: Kiepenheuer & Witsch

Lexikon von A bis Z

Adnexe: 
Bezeichnung für den Eierstock und den Eileiter(linken und rechte Adnexe)

Abstrich: 
Entnahme von Zellmaterial aus der Oberfläche der Schleimhäute zur weiteren Diagnostik mit Hilfe von Wattetupfern und kleinen Bürsten

Brustkrebs: 
Bösartige Erkrankung der Brustdrüse. Die häufigste Krebserkrankung von Frauen in den westlichen Industrienationen, bei der man zwischen den zufällig auftretenden Brustkrebserkrankungen und den selteneren vererbten unterscheidet.

Blasensprung (vorzeitiger): 
Öffnung der mit Fruchtwasser gefüllten Fruchtblase, die den Fötus während der Schwangerschaft umgibt. Ein vorzeitiger Blasensprung findet noch vor Einsetzen der Geburtswehen statt und stellt eine Infektionsgefahr für das Ungeborene dar. Ein rechtzeitiger Blasensprung geschieht am Ende der Austreibungsphase der Geburt.

Chlamydien-Infektion: 
Infektion der Harnwege und Geschlechtsorgane durch bestimmte sexuell übertragbare Chlamydien-Bakterien. Eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten weltweit, die bei chronischem Verlauf zur Entzündung und Verklebung der Eileiter und damit zur Unfruchtbarkeit führen kann. Weiterhin führt sie zu Gelenkentzündungen und Bindegewebsentzündungen. In der Schwangerschaft drohen Fehlgeburt, Totgeburt und Frühgeburt.

Chromopertubation: 
Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter. Vor allem bei unerfülltem Kinderwunsch unklarer Ursache eventuell sinnvoll. In Vollnarkose wird eine Bauchspiegelung durchgeführt, während der eine Farbstofflösung über die Gebärmutter in die Eileiter eingebracht wird und der Farbstoffaustritt am Ende des Eileiters beobachtet wird.

Dysmenorrhoe: 
Schmerzhafte Regelblutung.

Döderlein-Bakterien: 
Milchsäurebildende Bakterien, die die Scheide bei Frauen im gebärfähigen Alter normalerweise besiedeln und ein saures Scheidenmilieu hervorrufen.

Darmkrebsvorsorge: 
Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs. Dazu gehören unter anderem der Test auf verstecktes Blut im Stuhl, die Austastung des Enddarms durch den Arzt sowie die Darmspiegelung (Koloskopie). Diese werden in Deutschland in der Regel ab dem 50. bis 55. Lebensjahr angeboten, bei familiär erhöhtem Risiko eventuell auch früher. 

Endometrium: 
Die Gebärmutterhöhle auskleidende Schleimhaut.

Endometriose: 
Eine gutartige Erkrankung, die durch außerhalb der Gebärmutter vorkommendes Gebärmutterschleimhautgewebe verursacht wird. Dieses Gewebe findet sich vor allem im inneren Genitalbereich und auf dem, den Bauchraum auskleidenden Bauchfell sowie an Blase oder Darm. Da das Gewebe den normalen Menstruationszyklus durchmacht, kommt es zu Blutungen an den betroffenen Stellen und in der Folge zu Schmerzen und Vernarbungen. Die dauerhaft erfolgreichste Behandlung besteht in der möglichst vollständigen operativen Entfernung der Gewebeherde.

Fehlgeburt: 
Eine vorzeitig, meist innerhalb der ersten 12 Schwangerschaftswochen, endende Schwangerschaft. Es wird angenommen, dass circa 50 % aller befruchteten Eizellen spontan zugrunde gehen. Allerdings zu einem guten Teil so früh, dass es nicht zu klinischen Symptomen kommt. Mindestens 30 % aller Frauen sind in ihrem Leben ein oder mehrere Male von einer Fehlgeburt betroffen. Die Ursachen für eine Fehlgeburt können vielfältig sein, meist liegen fetoplazentare Gründe, also Störungen in der Entwicklung der Embryonalanlage, vor.

Feigwarzen: 
Durch Humane Papillomviren verursachte, ansteckende Genitalwarzen. Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten, die sich in ihrer Erfolgsquote nicht wesentlich unterscheiden. Die sogenannte HPV-Impfung, die für Mädchen und Frauen zwischen neun und 18 Jahren von den Krankenkassen übernommen wird, schützt sowohl vor Infektionen mit den häufigsten Hochrisikoviren als auch den Niedrigrisikoviren, die die Feigwarzen verursachen

Geschlechtskrankheit: 
Auch STD (sexual transmitted disease) oder STI (sexual transmitted infection) genannt. Eine durch beim Geschlechtsverkehr übertragene Bakterien, Viren oder Parasiten hervorgerufene Erkrankung. Dazu gehören: HPV (Humane Papillom Viren), HIV-Infektion, Hepatitis, Herpes, Chlamydien, Syphilis, Gonorrhoe, Filzläuse und andere. Durch unerkannte bzw. unbehandelte Chlamydien-Infektionen sind in Deutschland zur Zeit ca. 100.000 Frauen ungewollt kinderlos. An Hepatitis B sterben jährlich mehr Menschen als an allen anderen sexuell übertragenen Erkrankungen zusammen. Bestimmte HP-Viren sind an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt. Es gibt Impfungen gegen Hepatitis B und gegen einige HP-Viren. Ein wichtiger Schutz besteht in der Anwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr (safer sex).

Hypermenorrhoe: 
Eine übernormal starke Menstruationsblutung.

Hyperemesis gravidarum: 
Schwangerschaftsübelkeit; tritt vor allem in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft auf.

Impfungen: 
Siehe auch unter „Geschlechtskrankheiten“. Auch Gynäkologinnen und Gynäkologen führen Impfungen durch, zum Beispiel die empfohlenen Schutzimpfungen für Jugendliche, Auffrischimpfungen für Erwachsene sowie Reiseimpfungen.

Inkontinenz: 
Unwillkürlicher Urinverlust, zum Beispiel nach Schwangerschaften und Geburten oder im fortgeschrittenen Alter. Es gibt verschiedene Formen der Inkontinenz und zahlreiche Möglichkeiten der Behandlung- wichtig ist es, die Beschwerden zu thematisieren.

Koloskopie: 
Darmspiegelung. Wird ab dem 55. Lebensjahr zur Früherkennung eines Darmkrebs empfohlen und von den Krankenkassen übernommen. Nach einer gründlichen Entleerung des Darms mit einem Abführmittel kann der Darmspezialist den Dünn- und Dickdarm begutachten und kleine Veränderungen in der gleichen Untersuchung abtragen.

Lumboischialgie: 
Im allgemeinen Sprachgebrauch auch „Hexenschuss“ genannt. Der Schmerz entsteht durch Reizung des Ischiasnervs und kommt in der Schwangerschaft häufiger vor, da der Fötus durch seine Lage im mütterlichen Becken auf den Nerv drücken kann.

Mastektomie: 
Operative Entfernung der weiblichen Brust, vorzugsweise bei Krebs.

Mastopathie: 
Gutartiger Umbau der weiblichen Brustdrüse mit Verdichtung des Gewebes.

MRT (Magnetresonanztomographie): 
Diagnostische Technik zur Darstellung von inneren Organen und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern. Wird in bestimmten Fällen in Ergänzung zu den anderen Methoden (Ultraschall, Röntgen) auch an der Brust durchgeführt.

Mammasonographie: 
Ultraschalluntersuchung der Brust.

Mammographie: 
Röntgenuntersuchung der Brust. Wird üblicherweise in zwei Ebenen angefertigt und dient der Abklärung auffälliger Strukturen an den Brüsten.

Menarche: 
Zeitpunkt der ersten Regelblutung in der Pubertät. Tritt etwa zwischen dem 10. und dem 16. Lebensjahr auf.

Menopause: 
Zeitpunkt der letzten Periodenblutung, die spontan auftritt. Bedeutet das Ende der Fruchtbarkeit einer Frau und tritt zwischen dem 45. und dem 55. Lebensjahr auf.

Myom: 
Gutartige Neubildung der Muskelschicht der Gebärmutter. Kann an verschiedenen Stellen der Gebärmutter während der Geschlechtsreife wachsen und wechselnde Beschwerden verursachen (zum Beispiel starke Blutungen, schmerzhafte Perioden)

Östrogene: 
Weibliche Geschlechtshormone, die vor allem im Eierstock gebildet werden. Ist maßgeblich für die Reifung der Eizelle verantwortlich.

Ovarien: 
Eierstöcke

Ovarialinsuffizienz: 
Unzureichende Funktion der Eierstöcke, die verschiedene Ursachen haben kann .

Ovulation: 
Eisprung. Zeitpunkt, an dem die Eizelle den Eierstock verlässt, um in den Eileiter überzutreten

Plazenta: 
Auch Mutterkuchen genannt. Dient der Versorgung des werdenden Kindes. Liegt in der Gebärmutter, gehört dem kindlichen Organismus und ist von Gefäßen der Mutter und des Kindes durchwoben.

Progesteron: 
Gelbkörperhormon. Weiteres weibliches Geschlechtshormon, welches die Gebärmutterschleimhaut für die Einnistung der Eizelle vorbereitet und die Schwangerschaft erhält. 

Polyzystisches Ovar: 
Eierstöcke, die aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichte viele kleine (unreife) Zysten bilden. Als Folge bleibt der Eisprung (Ovulation) aus.

Sectio cesarea: 
Kaiserschnittentbindung. Es wird zwischen der primären (von vornherein geplanten) und der sekundären (erst im Verlauf der Geburt, zum Beispiel bei drohendem Sauerstoffmangel des Kindes, entschiedenen) Sectio unterschieden.

Sonographie: 
Ultraschalluntersuchung. In der Gynäkologie wird unterschieden zwischen abdominaler (über die Bauchdecke) und transvaginaler (durch die Scheide) Sonographie unterschieden. Auch die Brust kann mit Hilfe von Ultraschall untersucht werden.

Spontangeburt: 
Geburt auf normalem, vaginalem Weg.

Sterilität: 
Wenn nach einem Jahr ungeschütztem, regelmässigem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eingetreten ist, gilt ein Paar als steril. Die Ursachen können auf der weiblichen, auf der männlichen Seite oder bei beiden Partnern liegen, die Sterilität muss nicht endgültig ein.

Tuben: 
Eileiter.

Tubargravidität: 
Eileiterschwangerschaft. Einnistung der Schwangerschaft im Eileiter, also außerhalb der Gebärmutter. Unbehandelt kann es bei Wachstum der Schwangerschaft zum Bruch des Eileiters kommen (Tubarruptur). Dies ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der einer sofortigen operativen Therapie bedarf.

Tumor: 
Geschwulst, Neubildung. Man unterscheidet zwischen bösartigen (malignen) und gutartigen(beginnen) Tumoren.

Tumorstaging: 
Einteilung des Ausbreitungsgrades eines (bösartigen) Tumors.

Uterus: 
Gebärmutter

Vakuumextraktion: 
Saugglockengeburt. Vaginal-operative Methode zur Beendigung einer normalen Geburt. Die Saugglocke wird an das kindliche Köpfchen platziert, Unterdruck wird aufgebaut und das Kind aus dem Geburtskanal gezogen. Sie erfolgt bei drohendem Sauerstoffmangel des Kindes und mütterlicher Erschöpfung.

X-Chromosom: 
Ein Geschlechtschromosom. Liegt beim weiblichen Geschlecht doppelt vor (XX), beim männlichen Geschlecht einfach (XY).

Y-Chromosom: 
Das Geschlechtschromosom, das für die Ausbildung des männlichen Erscheinungsbildes (Phänotyps) verantwortlich ist. Beim männlichen Geschlecht liegt es zusammen mit dem X-Chromosom einfach vor (XY).

Wechseljahre (auch Klimakterium genannt): 
Zeitraum, in dem die Frauen ihre Fähigkeit verlieren, schwanger zu werden, da die Eierstocksfunktion zunehmend erlischt.

Zangengeburt: 
Auch Forzepsgeburt genannt. Vaginal-operative Methode zur Geburtsbeendigung. Das Kind wird mit einer speziellen Geburtszange aus dem Geburtskanal gezogen. Sie erfolgt bei akuter Gefahr des Kindes.

Zyklusmonitoring: 
Beobachtung des weiblichen Zyklus, zum Beispiel zur Abklärung eines unerfüllten Kinderwunsches. Dafür wird zu Beginn des Zyklus (am 3.-5. Tag nach Einsetzen der Menstruation) eine erste Hormonanalyse durchgeführt. In der Mitte des Zyklus werden Gebärmutter und Eierstöcke geschallt, circa 7 Tage nach dem errechneten Eisprung wird erneut Blut abgenommen.

Zytomegalie: 
Infektion durch Zytomegalievirus, einem von acht Herpesviren. Die Durchseuchung beträgt in den westlichen Industrieländern etwa 40-80%. Die Übertragung erfolgt über Sperma, Vaginalsekret, Speichel, Urin, Tränen und Muttermilch, aber auch über Blut. Zytomegalievilen können von der Mutter über die Plazenta (Mutterkuchen) auf das Kind übertragen werden. Bedeutsam ist die Neuinfektion in der Schwangerschaft (ca. 1-2% alles Schwangeren).

Zyste: 
Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum; zum Beispiel an den Eierstöcken

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